Hoffnung
Monica Gillette, Gwen Hsin-Yi Chang, welche Idee steckt hinter der «Tanztriennale»?
Monica Gillette: Wir machen uns Gedanken darüber, wie wir so viele Menschen wie möglich zusammenbringen können, unterschiedliche Teile des Tanzfeldes und das allgemeine Publikum. Außerdem geht es darum, das Bewusstsein für und die Lust am Tanz zu stärken sowie die Diversität.
Gwen Hsin-Yi Chang: Es ist uns wichtig, Tanz auf unterschiedliche Weise sichtbar zu machen.
Tanz wird nicht nur auf Bühnen und in Theatern präsentiert, es geht uns auch darum, Tanz nach außen zu tragen, Dialog, Reflexion und Verbindungen herzustellen.
Gillette: Ein Begriff, den wir häufig verwenden, ist «Service». Das, was wir anbieten, ist eine qualitative Arbeit, einerseits für das Feld Tanz, andererseits fürs Publikum.
Es ist unüblich, dass sich zwei Personen die künstlerische Leitung einer Institution teilen. Ich gehe davon aus, dass das damit zu tun hat, zwei unterschiedliche Zugänge zum Tanz an Bord zu haben?
Gillette: Wir bringen unterschiedliches Handwerkszeug mit, unterschiedliche Erfahrungen. Ich war selbst Profitänzerin, später arbeitete ich als Dramaturgin für verschiedene Choreograf*innen und auch mit ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Juni 2026
Rubrik: Praxis, Seite 66
von
Akram Khans Debüt beim Königlich Dänischen Ballett knüpft an den innovativen Ballettstil an, den er beim English National Ballet mit «Dust» (2014, tanz 7/14), «Giselle» (2016, tanz 1/17) und der Frankenstein-Adaption «Creature» (2021, tanz 11/21) entwickelt hat. Ein profundes Gefühl für Otherness prägt die genreübergreifenden Werke des Choreografen. Weil er indes...
Das Performative ist bei der 61. «Biennale di Venezia» keineswegs zweitrangig. Im Gegenteil: Es prägt den Gang durch die Giardini maßgeblich. Der diesjährige Ausstellungstitel «In Minor Keys» – er stammt von der vor einem Jahr verstorbenen Kuratorin Koyo Kouoh – deutet bereits auf ein introspektiveres, gefühlsbetonteres Register hin: eine Biennale in Moll...
Bereits im Eröffnungsduett ihrer Arbeit «Meteorite» wird auf wunderbare Weise die breite ästhetische Palette der Choreografin Kirsten Wicklund deutlich: Die Frau trägt Spitzenschuhe, was die leichte Aufwärts-Energie ihrer Retirés begünstigt, während der Mann barfuß und vornübergebeugt fest auf den Boden tritt. Und doch passen die beiden, wie sie da im leisen Surren...
