Hoffnung
Monica Gillette, Gwen Hsin-Yi Chang, welche Idee steckt hinter der «Tanztriennale»?
Monica Gillette: Wir machen uns Gedanken darüber, wie wir so viele Menschen wie möglich zusammenbringen können, unterschiedliche Teile des Tanzfeldes und das allgemeine Publikum. Außerdem geht es darum, das Bewusstsein für und die Lust am Tanz zu stärken sowie die Diversität.
Gwen Hsin-Yi Chang: Es ist uns wichtig, Tanz auf unterschiedliche Weise sichtbar zu machen.
Tanz wird nicht nur auf Bühnen und in Theatern präsentiert, es geht uns auch darum, Tanz nach außen zu tragen, Dialog, Reflexion und Verbindungen herzustellen.
Gillette: Ein Begriff, den wir häufig verwenden, ist «Service». Das, was wir anbieten, ist eine qualitative Arbeit, einerseits für das Feld Tanz, andererseits fürs Publikum.
Es ist unüblich, dass sich zwei Personen die künstlerische Leitung einer Institution teilen. Ich gehe davon aus, dass das damit zu tun hat, zwei unterschiedliche Zugänge zum Tanz an Bord zu haben?
Gillette: Wir bringen unterschiedliches Handwerkszeug mit, unterschiedliche Erfahrungen. Ich war selbst Profitänzerin, später arbeitete ich als Dramaturgin für verschiedene Choreograf*innen und auch mit ...
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Tanz Juni 2026
Rubrik: Praxis, Seite 66
von
Eine nackte Glühbirne hängt mittig über der weißen Bühne des Opernhauses in Antwerpen. Sie ist das einzige Objekt im Raum und bildet das Zentrum der ruhigen Szenerie, das von zwölf Tänzer*innen des Opera Ballet Vlaanderen umringt wird, Tänzer*innen, die schwarzen Baumwollstoff, Ledergürtel und Derby-Schuhe tragen. Man denkt sofort an Konzertkleidung, nur ohne jede...
Und dann tanzen alle. «Dance People», das neue Stück von Omar Rajeh und Mia Habis (hier gesehen bei der Eröffnung des «Kunstfests Weimar» als Deutschlandpremiere), ist als interaktive Tanzperformance angekündigt. Wenn dann auf halber Zeitstrecke über hundert Menschen auf einer zuvor mit rotem Klebeband hergestellten Quadratfläche tanzen, wird aus der Ankündigung...
Am Salzburger Landestheater regiert in puncto Tanz irrwitzige Vielfalt. Reginaldo Oliveira (in Brasilien geboren, zuletzt an der Bolschoi-Akademie ausgebildet, bis 2017 Tänzer in Karlsruhe), ist Klassikern ebenso zugeneigt wie Kreationen oder poppigen Collagen. Seinen Bestseller «Frida» (tanz 2/25) studiert er gerade beim Rijeka Ballet ein, die Pendelei bewältigt...
