Highlights im Dezember
Baden-Baden
Schwanensee
Rund um Weihnachten werden sich echte Ballett-Liebhaber weder in den alpinen Ski-Zirkus noch auf mediterrane Sonnentankstellen begeben. Ihr Wallfahrtsort heißt Baden-Baden, wo auch in diesem Jahr das Sankt Petersburger Mariinsky-Ballett gastiert, mit dem dreiteiligen Programm «Chopiniana», «The Firebird», «Scheherazade» (21. Dez.), «Giselle» (22., 26. Dez.), «Schwanensee» (25. Dez.) und einer Gala (27. Dez.). Auf Après-Ski muss zwar verzichten, wer der Kunst den Vorzug gibt.
Dafür wird man aber im Festspielhaus mit Edelklassik vom Feinsten belohnt.
festspielhaus.de
München
Spartacus
Yuri Grigorovich hat das letzte Wort. Sein Ruf als stilbildender Choreograf steht auf dem Spiel – und dieser «Spartacus», den der bald 90-Jährige zum ersten Mal einer westeuropäischen Kompanie überlässt, soll sich einreihen können in das Münchner Konzept «maßstabsetzender ballettgeschichtlicher Produktionen». Ob Osiel Gouneo auf der Bühne den Sklavenaufstand des Jahres 71 vor Chr. anführt oder Vladimir Shklyarov, hängt nicht zuletzt von seiner Entscheidung ab. Stark besetzt ist Gegenspieler Crassus mit Sergei Polunin oder Jonah Cook. Dirigent ist Karen Durgaryan, Armenier wie der ...
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Tanz Dezember 2016
Rubrik: Highlights, Seite 33
von Red.
Trachtenjoppe, Cargo-Hosen, Rucksack – was hat so ein Bayer im Flachland verloren? Ein Münchner in Dessau? Der Choreograf Josef Eder hat sich diese Frage auch gestellt, wenn er zu Proben aus dem Wohlstands-Süden in den Norden fuhr. Nicht gerade in ein Notstandsgebiet, aber in eine Stadt mit Strukturproblemen, der die Jugend davonläuft. Über das Ausbluten des...
Na bitte, geht doch, und es musste dafür noch nicht mal Weihnachten werden: Die Pina Bausch Foundation und der französische Verlag L‘Arche Editeur haben ihren Streit beigelegt (tanz 7/16). Dabei ging es, wie die Stiftung mitteilte, «um hunderte von Videobändern von einzigartigem tanzhistorischen Wert». In einer Vereinbarung einigten sich die Parteien darauf,...
An Stereo hat man sich inzwischen ja gewöhnt. Um Musik so hörbar zu machen, dass man dabei wieder die Ohren spitzt, muss man sich deshalb schon etwas Besonderes einfallen lassen. Etwas, das zum Beispiel Patrick Leuchter mit «Seven Spaces Cologne» versucht. Unter diesem Titel legt der Komponist und Sound Designer nicht einfach ein Album vor, das er gemeinsam...
