Anthologie
Eigentlich taugt Weihnachts-Völlerei nur dazu, dass man sich irgendwann in mehr oder minder bewegungsuntauglichem Zustand zurückziehen und ein Buch zur Hand nehmen darf – das möglichst unterhaltsam von Bewegung handelt. Hervorragend geeignet ist dieser von Natalie Fischer edierte Sammelband, der uns auf eine Reise von England über den Balkan nach Russland mitnimmt. In Briefen, Tagebucheinträgen und literarischen Vignetten stellen uns Grandseigneurs wie Goethe, Heine, Fontane das Tanzgeschehen ihrer Tage vor Augen.
Ob Ballsaal oder Bühne – fast immer ist es eine Ode der Anbetung. Oder ein kapitaler Verriss.
Bisweilen aber auch ein Menschenporträt, das mit wenigen Worten den Abgrund einer Tragödie aufreißt. So, wenn Harry Graf Kessler 1928 in Paris Diaghilew begegnet, der «mit einem kleinen, hageren Jungen in einem zerschlissenen Mantel» auf ihn zukommt. «Kennen Sie ihn nicht?», fragt der Impresario, dann ruft er: «Aber es ist doch Nijinsky!» Der einstige Tänzer-Stern der Ballets russes, er ist verglüht. Genauso lesenswert wie die Hervorbringungen illustrer Federn sind die Einlassungen weniger prominenter Damen. So zeichnet die Schriftstellerin und Frauenrechtlerin ...
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Tanz Dezember 2016
Rubrik: Medien, Seite 63
von Dorion Weickmann
Possagno, in den südlichen Ausläufern der Alpen gelegen, ist eines jener beschaulichen Dörfchen Italiens, die von einem einzigen Kapitel ihrer Geschichte zehren, aber das hochprofitabel. Wer sich der idyllisch gelegenen, heute von gut 2000 Einwohnern bevölkerten Ortschaft nähert, erblickt von fern einen monumentalen Tempel, der stolz über den Häusern und der...
Möge das neue Jahr so dynamisch werden wie Ismael Lorenzos Aufnahmeserie vom Basler Ballett (bei biderundtanner.ch), alternativ so elegant wie Marco Goeckes «Nijinski», den Regina Brocke für den Kalender von Gauthier Dance porträtiert. Nur dort, d. h. im Theaterhaus Stuttgart, ist der Kalender erhältlich.
Das Ballett Augsburg posiert derweil als «Kunst-Werk-Tanz»...
Enthüllt: John Neumeier ist ab sofort im Foyer der Hamburgischen Staatsoper dauerhaft präsent – auf einem Porträt von Jochen Hein, das den Ballettintendanten im Format 180 mal 130 cm in Acrylfarben auf Jute zeigt. Das Werk ist eine Leihgabe der Elsbeth Weichmann Gesellschaft.
Neumeier-Schüler Ralf Dörnen, seit 1997 überaus erfolgreicher Direktor und Chefchoreograf...
