Highlights 11/24
Genf/Zürich
SIDI LARBI CHERKAOUI / MARTIN ZIMMERMANN
Im April 2012 kam im belgischen Lüttich ein junger Mann zu Tode, ganz dezidiert: weil er schwul war. Ihsane Jarfi wurde von anderen jungen Männern verprügelt und verendete elend irgendwo in den Outskirts der Stadt. Seine Mörder wurden gefasst und für das (offiziell erste) homophobe Verbrechen des Landes verurteilt. «Ihsane» steht im Arabischen für Großzügigkeit und Güte, aber Ihsane Jarfi bezahlte für das Bekenntnis zu seiner Homosexualität mit dem Leben.
Wie es sich verhält mit Islam und Homophobie, auch das untersucht Sidi Larbi Cherkaoui in der Genfer Neuproduktion «Ihsane» für das von ihm geleitete Ballett des Grand Théâtre de Genève und Eastman, seine eigene freie Truppe, ab 13. November, www.gtg.ch. Ebenfalls um Tyrannei und Identität kreist «Louise», die neueste Arbeit des stets großartigen Martin Zimmermann: Schulterschluss zwischen Sprache, Klang und Tanz, zu sehen am Schauspielhaus Zürich, Schiffbau-Halle, ab 30. November; www.schauspielhaus.ch
Dortmund
LA BAYADÈRE
Als Alexei Ratmansky 2018 «La Bayadère» für das Berliner Staatsballett rekonstruierte und versuchte, dem Original von 1877 so nah wie möglich zu kommen, ...
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Tanz November 2024
Rubrik: Kalender, Seite 32
von
CD des Monats
Gabriel Fauré
Der Erinnerung an den Freund und Kollegen John Cranko hat Kenneth MacMillan sein Ballett «Requiem» gewidmet, und er wählte dafür keine dunkle, dramatisch verzweifelte Komposition, sondern im Gegenteil ein Werk, das den Tag des Todes nicht als «Dies irae» deutet. In das «Requiem» von Gabriel Fauré fällt Licht, sehr viel Licht – nicht...
Augsburg Staatstheater «Frida», Tanztheater von Ricardo Fernando über die mexikanische Malerin Frida Kahlo. martini-Park, 8., 10., 23. Nov.; www.staatstheater-augsburg.de
Berlin
Ballhaus Naunynstraße «Eventually Causing the Shake», Soloperformance von Lois Alexander. 13.–16. Nov «Cyclops», intermediale Performance des Tänzers und Fotokünstlers Zé de Paiva. 20.–23....
Als Tänzerin an John Neumeiers Hamburg Ballett habe man sie als «elegant» beschrieben, erzählt Kristina Paulin. Aber was heißt das bei einer Tänzerin – Eleganz? Vielleicht: dass da jemand seine Arbeit ernstnimmt, ohne zu verschleiern, dass es sich um Arbeit handelt. Das Publikum sieht, was für Anstrengung nötig ist, aber die Anmut der Bewegung ist der Lohn dieser...
