Highlights 11/19
Leipzig: Euro-Scene
Es ist die 29. Festivalausgabe, der langjährigen Kuratorin Ann-Elisabeth Wolff. «Parallelwelten» lautet das feinsinnige Motto im 30. Jahr der deutschen Einheit. Ausgestattet mit VR-Brillen bewegt sich das Publikum frei im realen Raum und interagiert mit Tänzern aus einer virtuellen Welt: Die faszinierende Parallelwelt des Schweizer Choreografen Gilles Jobin kreist um ein ästhetisches Zentrum.
Die kinetische Dimension thematisieren die Belgier Jan Martens und Marc Vanrunxt, historische Aspekte beleuchten das Theater der Klänge aus Düsseldorf und die Ex-Bausch-Tänzerin Cristiana Morganti. Drei Highlights von Angelin Preljocaj, darunter eine deutsche Erstaufführung, sind als Festival-Finale programmiert, bevor Christian Watty das Zepter von Ann-Elisabeth Wolff 2021 übernimmt.
Vom 5. bis zum 10. November; www.euro-scene.de
Düsseldorf: b.41
Der neue Abend des Ballett am Rhein eröffnet mit Jiří Kyliáns «Forgotten Land», 1981 in Stuttgart unter dem Titel «Vergessenes Land» uraufgeführt, heute von drängender Aktualität: Sechs Tänzer, den Rücken zum Publikum, steuern langsam auf einen Horizont aus Wellen unter stürmischem Himmel zu. Dieses Bild der Migration, ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Die ehemalige Forsythe-Tänzerin Agnès Noltenius wird neue Leiterin der Mannheimer Akademie des Tanzes; sie tritt die Nachfolge der langjährigen Direktorin Birgit Keil an, die sich nach 22 Jahren relativ kurzfristig verabschiedet hatte. Die designierte Direktorin arbeitet seit Oktober als Professorin in Mannheim und wird die Leitung ab dem Sommer 2020 übernehmen,...
Dreimal Royal Ballet
Es gibt nicht so viele Berliner Ballette, die den Weg ins internationale Repertoire gefunden haben. Eins davon ist «Concerto». Kenneth MacMillan hat es 1966 an der Deutschen Oper zum 2. Klavierkonzert von Dmitri Schostakowitsch choreografiert: ein Glanzstück nicht zuletzt dank seiner Muse Lynn Seymour (tanz 3/19). Die ist, inzwischen...
Warum, fragt man sich irgendwann an diesem Abend, kommen die politischsten Schocker der europäischen Tanzgegenwart ausgerechnet aus Großbritannien? Von Kompanien und Choreografen, die frei flottieren, die weder erkleckliche Subventionen kassieren noch an festen Häusern residieren, aber Kunst mit ebenso viel Engagement betreiben wie Community-Arbeit und insofern an...
