Highlights 11/18
Frankfurt u. a.: Tanzfestival Rhein-Main
Wie die Region selber wächst auch ihr Tanzfest rasend schnell. Erst vor zwei Jahren gegründet, wimmelt es bereits an großen Namen: Ohad Naharin studiert sein «Sadeh21» fürs Hessische Staatsballett ein, Emanuel Gat feiert mit dem hiesigen Ensemble Modern sein jüngstes Stück -«Story Water» (tanz 8-9/18). Meg Stuart kommt mit «Celestial Sorrow» und dem Installationskünstler Jompet Kuswidananto aus Indonesien (auch nach Essen, PACT Zollverein, 22.–24. November). Das sind die Turmspitzen.
Das Fundament, kuratiert von Anna Wagner und Bruno Heynderickx, bilden Festivalkünstler, die hier produzieren, etwa Esteban Fourmi und Aoi Nakamura, Claire Cunningham & Jess Curtis, Taulant Shehu, Saša Asentić, Roberto Olivan und Ayla Pierrot Arendt. Ihre Kreationen treffen auf echte Kunst für Kinder und einen «Tanztag» für alle am 10. November in der Region.
Vom 2.–18. November; www.tanzplattformrheinmain.de
Berlin: La Bayadère
«La Bayadère» ist eine der Säulen des Repertoires, seit Marius Petipa die indische Tempeltänzerin 1877 auf die Zarenbühne des winterlichen Sankt Petersburg zauberte. Von Generation zu Generation wurde das Ballett weitervererbt: die ...
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Tanz November 2018
Rubrik: Tanz im November, Seite 32
von
Gabriele Brandstetter, was hat sich im Westen getan in Bezug auf Tanz und Alter in den vergangenen Jahren? Erst einmal ist zu konstatieren, dass sich etwas verändert hat. In unserer Gesellschaft wird Altern noch immer negativ bewertet. Es gibt die Vorstellung von «weniger», von Verlust und «nicht mehr machbar» – physisch und psychologisch, aber auch ästhetisch....
Es gibt zwei Möglichkeiten, auf Disneys Weihnachtsspecial «Der Nussknacker und die vier Reiche» zu reagieren: «Au weia!» oder «Sieh mal einer an!». Wer mit Tschaikowskys «Nussknacker» groß geworden ist, muss auf jeden Fall umdenken. Was ja dem Grundsatz nach kein Schaden ist. Kinoregisseur Lasse Hallström zieht zwei erzromantische Stoffe zusammen, um daraus eine...
Ballett-Probenraum 1 der Berliner Staatsoper, später Vormittag. Im Eingangsregal drängeln sich Haribo-Tüten, Handtücher, Sneakers und irgendwelche Papiere. Auf dem Boden haben Bierflaschen Stellung bezogen – und zwar mehrere Hundertschaften, die sich auf exakt markierten Positionen nachbarschaftlich aneinanderdrücken und nur einen schmalen Mittelgang freilassen....
