Bruno BeltrÃo
Bruno Beltrão wurde schon früh als Wunderknabe gefeiert. Gerade mal 24 Jahre alt, hat der Brasilianer schon eine ungewöhnliche Karriere hinter sich. Mit 16 tanzte er in seiner eigenen Streetdance-Kompanie. Mit 20 wechselt er von der Straße zur Uni: Er studierte Kunst- und Tanzgeschichte, las Nietzsche und Aristoteles. So fiel er von der reinen Lehre ab und erschuf eine rasante Hybridform aus HipHop und zeitgenössischem Tanz. In «H2 – 2005», dem Nachfolger des herrlich verrückten «Telesquat», hat er sein choreografisches Talent erneut unter Beweis gestellt.
Beltrão arbeitet mit großem Ensemble wie zu seinen Old-School-Zeiten. Aus allen Regionen Brasiliens hat er 14 Breakdancer im Alter von 16 bis 31 gecastet – und es ist einfach umwerfend, was er aus den Tänzern herausholt. Kühner noch als in seinen ersten Stücken hat Beltrão den HipHop dekonstruiert und auf seine choreografischen Möglichkeiten abgeklopft. Das Resultat ist atemberaubend: ein vibrierendes Spektakel zwischen Stille und frenetischer Tanzlust. Natürlich gibt es auch crazy legs zu bestaunen. Aber Beltrão reduziert geschickt, subtrahiert aus der Überfülle von moves, um zu neuen Aussagen zu kommen. Zugleich bezieht sich ...
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