High energy

Wenn er seinen eigenen Anspruch verfehlte, gab’s schon mal Tränen. So wurde aus Nadav Zelner erst ein eigenwilliger Tänzer, dann ein eigenwilliger Choreograf.

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Leise, fast konspirativ unterhält er sich mit den Tänzer*innen das Staatsballetts Hannover während der Probe und gibt unaufhörlich persönliche Korrekturen kurz vor der Premiere von «Toda». Es ist ein fortwährendes Zwiegespräch, in dem sich Nadav Zelner mit den Tänzer*innen befindet, in dem er sich mit ihnen verbindet, um seinen Stil, seine Ideen von Tanz zu vermitteln. «Es kommt alles aus mir selbst, aus meinem tiefsten Inneren. Es ist mir ernst mit dem Tanz!», sagt er und blickt dabei sehr entschlossen. Es sind hellblaue, klare Augen mit einem etwas stechenden Blick.

Der Blick eines ehrgeizigen Menschen mit hohen Ansprüchen an sich selbst und an andere. Und er ist sich seiner Sache sehr sicher! Als Tänzer konnte ihn sein innerer Anspruch schon mal zur Verzweiflung bringen, manche Vorstellungen endeten dann mit Tränen. Weil er die Intensität nicht fühlen konnte, die er erreichen wollte. Sein innerer Daimon war nicht zufrieden … Mit seinen 29 Jahren ist er noch jung, wirkt aber deutlich reifer und charakterlich schon sehr gefestigt. Das gilt auch für seine Ansichten über den Tanz und über das Leben, die er gerne in seine Choreografien einbringt. 

1992 in Ramla, Israel, geboren, ...

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Tanz November 2021
Rubrik: Menschen, Seite 24
von Renate Killmann

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