High energy
Leise, fast konspirativ unterhält er sich mit den Tänzer*innen das Staatsballetts Hannover während der Probe und gibt unaufhörlich persönliche Korrekturen kurz vor der Premiere von «Toda». Es ist ein fortwährendes Zwiegespräch, in dem sich Nadav Zelner mit den Tänzer*innen befindet, in dem er sich mit ihnen verbindet, um seinen Stil, seine Ideen von Tanz zu vermitteln. «Es kommt alles aus mir selbst, aus meinem tiefsten Inneren. Es ist mir ernst mit dem Tanz!», sagt er und blickt dabei sehr entschlossen. Es sind hellblaue, klare Augen mit einem etwas stechenden Blick.
Der Blick eines ehrgeizigen Menschen mit hohen Ansprüchen an sich selbst und an andere. Und er ist sich seiner Sache sehr sicher! Als Tänzer konnte ihn sein innerer Anspruch schon mal zur Verzweiflung bringen, manche Vorstellungen endeten dann mit Tränen. Weil er die Intensität nicht fühlen konnte, die er erreichen wollte. Sein innerer Daimon war nicht zufrieden … Mit seinen 29 Jahren ist er noch jung, wirkt aber deutlich reifer und charakterlich schon sehr gefestigt. Das gilt auch für seine Ansichten über den Tanz und über das Leben, die er gerne in seine Choreografien einbringt.
1992 in Ramla, Israel, geboren, ...
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Tanz November 2021
Rubrik: Menschen, Seite 24
von Renate Killmann
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Zu den ersten und vielen, die ab 1960 in den USA Kunst und Leben zu verbinden suchten, zählten Allan Kaprow mit seinen Happenings und Yoko Ono mit ihren Konzepten und Aktionen. Wie rasch und intensiv sich solche gegen den traditionellen Kunstbegriff und die Kunstinstitutionen gerichtete «Live Art» bzw. «Performance Art» verbreitete und etablierte, dafür ist Chris...
Freistellung in Linz
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