Linz, Westschweiz, London

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Freistellung in Linz 
Die Vorwürfe, die bereits seit Februar gegen Tanztheater-Chefin Mei Hong Lin (62) am Linzer Landestheater von Tänzer*innen und ehemaligen Kompanie-Mitgliedern erhoben werden, könnten kaum heftiger sein. Es geht u. a. um Machtmissbrauch, arbeitsrechtliche Verstöße, aber auch Ideendiebstahl. Aus der geballten Kritik, die über die Online-Plattform art but fair im September veröffentlicht wurde, sticht vor allem hervor, dass verletzte Tänzer*innen wiederholt angehalten wurden, weiterhin zu proben – ohne dass ein Arzt verständigt wurde.

Außerdem sollen Künstler*-innen im Krankenstand gedrängt worden sein, möglichst rasch zurückzukommen, Nichtverlängerungen von Verträgen sollen unbegründet ausgesprochen worden sein. Sicher ist: Die Fluktuation war außergewöhnlich hoch. In acht Spielzeiten haben 40 Tänzer*innen und fünf Ballettmeister*innen das Haus verlassen. Aber auch die Ausnutzung der Tänzer*innen, die angeben, vielfach im Produktionsprozess als Choreograf*innen zu agieren, ohne am Ende genannt zu werden, erregt Unmut. Konkret geht es dabei auch um eine der letzten Premieren, «Bilder einer Ausstellung», die ein Ensemblemitglied vorgeschlagen hatte und an deren ...

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Tanz November 2021
Rubrik: Hinter den Kulissen, Seite 52
von

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