Helmut Lachenmann über «Still Live»

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Helmut Lachenmann, am Tanzhaus NRW wird Salva Sanchis’ «Still Live» uraufgeführt, choreografiert zu Ihrer Musik. Er ist nicht der einzige Lachenmann-Interpret. Wie erklären Sie sich das Interesse? Vielleicht aus der besonderen körperlichen Wahrnehmung, die meine Musik kennzeichnet, wobei die darin sich verbindenden Klangereignisse durchweg aus den konkret erfahrbaren Energien bei der Klanghervorbringung sich bestimmen.

Ein Pizzikato wirkt nicht einfach als ein Ton, sondern zeigt sich als eine Art gewaltsamer oder auch sanfter «Knall» beim mehr oder weniger heftigen Anreißen oder zarten Zupfen einer Saite; ein gestrichener Geigenton wird zu einem quasi haptischen Ereignis als charakteristische Form der Friktion zwischen Saite und locker auflie­- gen­dem oder aufgepresstem Bogenhaar.


Welche Choreografen haben sich denn mit Ihrer Musik beschäftigt? Der erste war Mauro Bigonzetti mit meinem Cello-Solo-Stück «Pression»: ich fand seine Choreografie, für zwei Tänzer, intelligent und sensibel, respektvoll gegenüber der Musik. Dann Boris Charmatz mit seinem abendfüllenden «Herses» für fünf Tänzer, wo gleich mehrere meiner Werke verbunden wurden. Unlängst hat Arila Siegert vor den ...

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Tanz Januar 2007
Rubrik: Der Kalender, Seite 39
von Hartmut Regitz

Vergriffen
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