Leserbrief
Welche Rechte hat ein Tänzer auf eine selbst entwickelte/geprobte und in sich abgeschlossene Choreografie, die ein Teil eines Ballettabends des Choreografen ist, in dessen Auftrag er produziert hat? Anders formuliert: Reicht das Finanzieren, Initiieren und Verantworten eines Stücks aus, um sich als dessen legitimer Choreograf ausgeben zu dürfen? Mich interessiert das, weil ich oft die Erfahrung mache, dass Tänzer praktisch Co-Choreografen sind und die Choreografen eher Dramaturgen, dies in der Öffentlichkeit aber unkommuniziert bleibt.
Eva Müller, via eMail
Liebe Eva Müller, als ehemaliger Tänzer kann ich Ihnen nur bestätigen, dass es in der Vergangenheit immer wieder Probleme hinsichtlich der Rechtsstellung des Tänzers im Inszenierungsprozess gegeben hat. Zunächst ist es völlig normal, dass der Tänzer die Idee/ das Konzept des Choreografen umzusetzen verpflichtet ist. Dies ergibt sich aus dem Arbeitsvertrag oder aus einem Honorarvertrag. Der tatsächliche Einstudierungsprozess, d. h. die Schrittfolgen, die Drehungen, Hebungen und sonstigen tänzerischen Kombinationen innerhalb einer räumlichen Gestaltung werden vom Choreografen vorgegeben. Urheberrechtlich ist das Gesamtwerk ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Miyako Yoshida is one of the most popular principal ballerinas of the Royal Ballet in London of
recent years. Joining the Royal Ballet in 1995, she danced nearly all the major classical roles, including Odette/Odile, Aurora, Juliet, Giselle, Kitri and many others. She began her training in Tokyo at the age of nine and was awarded the Prix de Lausanne as a promising...
Am 15. Dezember 2006 jährte sich zum zwanzigsten Mal der Todestag Serge Lifars. Schon zum dritten Mal seit 1986 widmete die Opéra de Paris dem ersten männlichen Étoile ihrer Geschichte eine getanzte Hommage. Doch weit mehr als Tänzer, war Lifar Mentor, Erneuerer, Choreograf und Theoretiker. Sein Pech war, dass seine Blüte in die 1930er und 40er Jahre fiel und dass...
Jan Lauwers’ weiße Bühne ist sein Markenzeichen, ebenso wie das transdisziplinäre Miteinander, Durcheinander und Füreinander. Tanz, Text, Musik, Film, Skulpturen. Lauwers ist ein Essayist der Bühne. Er zeichnet die Welt nicht im Portrait, sondern in ihrer Art zu funktionieren. Durch simultane Zeiten und Räume. Der weiße Grundton erlaubt, sie ineinander zu weben....
