Heidrun Schwaarz
Im Theaterfoyer fiel sie trotz ihrer Zartheit auf. Die rote Löwenmähne stach auch in der Menschenmasse sofort ins Auge. Heidrun Schwaarz, die «Löwenfrau», wie sie von sich selbst sagte, ist für immer aus der großen Menge verschwunden. Völlig unerwartet starb sie bei ihrem Aufenthalt in Constanta/ Rumänien. Dort wollte die Ballettdirektorin der Vereinigten Bühnen Krefeld/Mönchengladbach ihr Ballett «Max und Moritz» einstudieren. Igor Kosak, ihr Mann, erwachte am Morgen neben seiner verstorbenen Frau. Ein Tod, der sprachlos macht, war die Vitalität der 63-Jährigen doch ungebrochen.
Heidrun Schwaarz’ süddeutscher Charme machte die Klarheit und Direktheit ihrer Persönlichkeit angenehm. Mit sieben Jahren wusste die Münchnerin, dass sie Tänzerin werden wollte. An der Ballettschule der Bayerischen Staatsoper ausgebildet, erhielt sie mit erst 16 Jahren unter der Leitung von Heinz Rosen ihr erstes Engagement. Als Solistin kam sie über die großen Häuser in Strasbourg und Frankfurt (unter Tatjana Gsovsky, Todd Bolender und John Neumeier) an die Deutsche Oper Berlin (unter Gert Reinholm), tanzte mit Rudolf Nurejew, Richard Cragun und Cyril Atanasoff. Als Ballettintendantin am Aalto-Theater in ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Wenn ein Tänzer respektive Performer die Bühne betritt, dann trennt sich die Kraft: zwischen dem Darsteller, dessen Name im Programmheft zu lesen ist, und seiner Figur oder Gestalt. Ersterer repräsentiert den Werktätigen, zweiterer sind Werkstücke, die er dem Publikum zur Verfügung stellt. Insofern bieten Tänzer ihrem Publikum einen Service an. Sie sind...
1938 geboren, wurde Bühnentänzerin in Hamburg und Tanzpädagogin. Seit 1970 leitete sie die Abteilung Kindertanz der Rheinischen Musikschule Köln und unterrichtete an der Hochschule für Musik in Köln in der vorberuflichen Fachausbildung und im Studiengang Tanzpädagogik in der von ihr entwickelten Methode für Kindertanz.
Was unterrichten Sie? Seit dem...
Auch die teuersten Juweliere sind’s nicht mehr. War man sich früher bei Van Cleef & Arpels seiner Exklusivität sicher, kann der Kunde heute dasselbe in allen Filialen erstehen. Wie beim Ballett. Waren jahrelang die «Jewels» von George Balanchine ausschließlich beim New York City Ballet in Besitz, finden sich seine «Emeralds», «Rubies» und «Diamonds» heute nicht...
