Heidelberg: Iván Pérez «Dimension»

In «Exhausting Space» waren es zuletzt 60 schwarze Eier, die den Spielraum gliederten. In «Dimension», der jüngsten Uraufführung, sind es vor allem farbig aufleuchtende Plexiglasplatten, die den Aktionsradius des Dance Theatre Heidelberg prägen. In ständigem Fluss, ähnelt die Anfangsszene nicht nur einem menschlichen Mobile. Das Ambivalente, das dabei immer immanent mitschwingt, ist insgesamt ganz charakteristisch für die Choreografien von Iván Pérez, die bei aller Bewegtheit stets etwas Bildne­risches haben.

Insofern setzt Pérez die Objektkunst seiner Vorgängerin Na­­ni­ne Linning fort, auch wenn sich beider Mittel grundsätzlich unterscheiden.

Wie in «Impression» beschäftigt sich Pérez im zweiten Teil seiner Millennial-Trilogie mit der «Generation Y», zu der sich nicht nur die je sechs Tänzer und Tänzerinnen zählen, sondern zu der auch der 1983 in Spanien geborene Direktor gehört: ein Ensemble gleich gestimmter Künstlerpersönlichkeiten, die sich nie in den Vordergrund drängen, sondern sich bei aller Individualität stets in einem sensiblen Balance-Zustand befinden. Alles ist hier eins. Geben und Nehmen bedingen einander, Abstoßung und Annäherung, Mann und Frau, Yin und Yang. So ...

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Tanz März 2020
Rubrik: Kritik, Seite 41
von Hartmut Regitz

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