Screening 3/20
Tanz und #Metoo
«Es hat nicht erst 2017 begonnen – definitiv nicht!» Robyn Doty muss es wissen. Denn sie hat mit einer Kollegin das Netzwerk «Whistle While You Work» gegründet, eine Anlaufstelle für Tänzerinnen und Tänzer, die sich Machtmissbrauch, Sexismus, schlechten Arbeitsbedingungen ausgesetzt sehen. Das komplexe Thema fasst die TV-Dokumentation «Tanz, Macht, Missbrauch – Das Ende des Schweigens?» von Lena Kupatz und Lina Schienke anschaulich zusammen.
Nicht zuletzt dank zahlreicher Gesprächspartner, darunter Choreografen und Choreografinnen wie Jiří Bubenicek und Katarzyna Kozielska, die Aktivistin Ilse Ghekiere, tanz-Redakteurin Dorion Weickmann oder der Theatermann und Soziologe Dieter Jaenicke. Ausführlich umgesehen haben sich die Autorinnen zudem beim Scottish Ballet, dessen Leiter Christopher Hampson die Kompaniestrukturen komplett überarbeitet hat: mit dem Ziel, eine zuträglichere Arbeitsatmosphäre zu schaffen – ohne Einbußen für die Kunst! Ein Ansatz, der in die Zukunft weist, zu sehen auf Arte, am 11. März um 21.50h (plus zwei Wiederholungen zu nachtschlafender Zeit) sowie ein Jahr lang online.
Ballett im Kino (tanz 3/14):
Aus dem ...
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Tanz März 2020
Rubrik: Kalender, Seite 46
von
Wer und was wird zur Tanzplattform Deutschland geladen: die besten Produktionen, die kühnsten Choreografen und Choreografinnen des Landes? Das Besten-Prinzip galt jedenfalls, als das Centre International de Bagnolet pour les Œuvres Chorégraphiques unter der Leitung von Lorrina Niclas alle zwei Jahre die «Rencontres Chorégraphiques Internationales de...
Mailand, Bologna: Mauro Bigonzetti, Live Arts Week
Italiens Publikum liebt Belcanto. Italiens Künstler lieben die Grenzüberschreitung. An der Mailänder Scala gibt es am 22. März eine Uraufführung des Komponisten Fabio Vacchi, «Madina», choreografiert von Mauro Bigonzetti. Darin geht es um eine Kamikaze-Pilotin, Madina, die sich entschließt, nicht zu töten, aber...
«Was sind das für Zeiten, wo / Ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist / Weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt!»
Berühmte Verse, sie stammen aus Bertolt Brechts Gedicht «An die Nachgeborenen», 1939 in der (nach Paris exilierten) Zeitschrift «Die neue Weltbühne» veröffentlicht. Die Zeiten haben sich geändert, mindestens dahingehend, dass...
