Foto: Annemone Taake
Heidelberg
Wieder am 26. März 2017
Schon das Vorspiel hat es in sich. Während sich die Theaterbesucher noch geistig auf die Vorstellung vorbereiten, erscheinen bereits die ersten Tänzer im Foyer und winden sich durch die Zuschauerreihen. Mittendrin auf einem Podest: Emma Välimäki in einem Kleid aus schwarzen Plastikschuppen. Als «Waterfall Lady» macht sie nicht einfach allen Anwesenden schöne Augen, sondern öffnet immer wieder verführerisch ihre Hände gleich einer Muschel – auf dass man nach der Perle greift, die eigentlich ein Bonbon ist.
So kommt das Publikum auf den Geschmack, und bevor es noch das Schächtelchen öffnet, das jedermann beim Betreten des Theaters erhalten hat, fühlt es sich einbezogen in ein Gesamtkunstwerk, das tatsächlich einmal diese Bezeichnung verdient. «Khôra» nennt Nanine Linning ihr neues Tanztheater-Projekt: einen Begriff aus der Naturphilosophie Platons aufgreifend, der einen ideellen Raum meint, einen Ort des Werdens, dem die Heidelberger Choreografin eine besondere, eine synästhetische Bedeutung verleiht. Denn alle Sinne sollen angesprochen werden an diesem Abend, der im Foyer beginnt und für die meisten auf der Bühne endet.
Nanine Linning hat sich aus diesem Grund von ...
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Tanz Dezember 2016
Rubrik: Kalender und Kritik, Seite 44
von Hartmut Regitz
Ausschreibungen
Das Goethe-Institut hat für die Jahre 2016 bis 2018 erstmals einen «Internationalen Koproduktionsfonds» (IKF) aufgelegt, um kollaborative Arbeitsprozesse im internationalen Kulturaustausch anzuregen und die Entstehung neuer Netzwerke und Arbeitsformen in globalen Zusammenhängen zu unterstützen. Gefördert werden Koproduktionen in den Bereichen ...
Balanchine: New York – Paris
Auf den ersten Blick sieht das Programm zusammengewürfelt aus. Sobald man aber etwas genauer hinschaut, noch besser: hinhört, merkt man die Absicht – und ist keineswegs verstimmt. Im Gegenteil: Alle vier Choreografien George Balanchines, mit denen das New York City Ballet diesen Sommer im Théâtre du Châtelet gastierte, haben etwas...
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