Healing

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«I imagine that when more of us begin to understand dance as a healing art, there will be a natural growth toward dance as a community art.» Das Körperwissen, das Anna Halprin (1920 – 2021) durch ihre Selbstheilung von einer Krebserkrankung und künstlerische Arbeit mit Kollektiven seit den 1970er-Jahren entwickelt hat, wird für sie zu einer Vision von Tanz als gesellschaftlichem Transformationsprozess.

Ihre rituellen Choreografien wie «Planetary Dance» oder «Circle the Earth» orientieren sich nicht mehr am Konzept der westlichen Bühnenkunst, es sind partizipative Prozesse mit gesellschaftlichem Anliegen. Anna Halprin fordert eine politische Haltung von Künstler*innen (nicht im Sinne von Didaktik oder Agitprop), um die Kapazitäten künstlerischen Wissens in kritischen Konstellationen von Gewalt, Ungerechtigkeit oder Krankheit als heilende Kraft einzusetzen und wirksam zu machen. Auch wenn Halprin die amerikanische Postmoderne – Tänzerinnen wie Trisha Brown, Simone Forti, Yvonne Rainer, Avantgarden wie Judson Church oder die Entwicklung der Contact Improvisation – , enorm beeinflusst hat, wurde ihr Werk jahrzehntelang übersehen. Dabei ist ihr Verständnis von Körperwissen für den Tanz ...

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Tanz Juni 2023
Rubrik: warm-up, Seite 1
von Johannes Odenthal

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