Ausstellungen 6/23
ON STAGE
Bis um 1960 agierten Bildende Künstler*innen weitgehend abseits der Bühne. Aber mit dem Aufkommen von Wiener Aktionismus, Fluxus und Happening entwickelten sich immer mehr performative und theatrale Formen, die weniger mit dem narrativen Charakter des Sprechtheaters zu tun hatten als mit den abstrakten Strukturen, die zeitgleich im Tanz an Bedeutung gewannen. Wobei solche männerdominierten Künste eine Tendenz zur Rampensauhaftigkeit beinhalteten, eine Tendenz, gegen die sich eine feministisch motivierte Gegenbewegung formierte.
Die Ausstellung «On Stage – Kunst als Bühne» im Wiener mumok beleuchtet diese Gemengelage, die bis in die Gegenwart reicht, mit rund 150 Arbeiten, vorwiegend aus der hauseigenen Sammlung. Bis 7. Januar 2024; www.mumok.at
Berlin, Hamburger Bahnhof – Nationalgalerie der Gegenwart, www.smb.museum
«Dreams Have No Titles», immersive Filminstallation mit Tango-Tänzer*innen der Künstlerin Zineb Sedira. Bis zum 30. Juli
Bonn, Bundeskunsthalle, www.bundeskunsthalle.de
«Josephine Baker. Freiheit – Gleichheit – Menschlichkeit». Bis zum 24. September
Dessau, Bauhaus, www.bauhaus-dessau.de
«Manda», filmisch-tänzerische Annäherung an (vergessene) Bauhaus bzw. ...
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Tanz Juni 2023
Rubrik: Kalender, Seite 46
von
Jeremy Wade ist ein Verwandlungskünstler. Er war einst ein ziemlich erfolgreicher Schwimmer, bevor er in der Rave-Szene von Portland Fuß fasste und erst danach den Weg zum Choreografieren fand. Auch auf diesem Feld ist seine Bandbreite beachtlich. Sie reicht vom Nackt-Duett «Glory» über den Versuch, in «Dark Material» mit Bewegung und Klebeband mystische Zustände...
CALL ME DANCER – VON MUMBAI NACH NEW YORK
Was ist die Voraussetzung, um Tänzer zu werden? «Du musst dich in den Tanz verlieben.» Sagt Yehuda Ma’or, der sich vor Jahrzehnten ins Ballett verliebte und inzwischen junge Inder*innen dazu bringt, es ihm gleichzutun. Die Doku «Call me Dancer – von Mumbai nach New York» von Leslie Champaine und Pip Gilmour zeigt auf...
Carlos Maria Romero aka Atabey Mamasita, Sie sind 1979 in Kolumbien geboren, machen Kunst, leben in London und Berlin und werden künftig am Haus der Kulturen der Welt, kurz HKW, die Performativen Praktiken kuratieren, also auch Tanz. Was bedeutet Ihnen Tanz?
Schon in Kolumbien war mein Zugang zum Tanz kommunitär, demokratisch geprägt. Ich entwickelte meine eigene...
