Hans Van den Broeck: «en servicio»

on Tour

Tanz - Logo

Wenn ein Tänzer respektive Performer die Bühne betritt, dann trennt sich die Kraft: zwischen dem Darsteller, dessen Name im Programmheft zu lesen ist, und seiner Figur oder Gestalt. Ersterer repräsentiert den Werktätigen, zweiterer sind Werkstücke, die er dem Publikum zur Verfügung stellt. Insofern bieten Tänzer ihrem Publikum einen Service an. Sie sind Dienstleister.

Hans Van den Broecks bei ImPuls­Tanz in Wien uraufgeführtes Stück «en servicio» bezeichnet das bereits im Titel.

Das Werkstück des Werktätigen als Dienstleistung vorzustellen, ist  nicht neu, aber der 32-jährige belgische Choreograf, Mitglied von Les Ballets C. de la B., verwischt diesen Gedanken im Ablauf so sehr, wie er ihn im Titel betont. Die acht Performer von Van den Broecks Cie. SOIT («Stay Only if Temporary») werden über eine eindreiviertel Stunde durch ein Szene für Szene abgespultes Dickicht aus Handlungen getrieben, in dem sich Reste von realen Personen verbergen sollen. Auch wer das Programm nicht gelesen hat, versteht, dass es hier um die Fluktua­tion angerissener, «wahrer» Geschichten geht. Zu Beginn entern die Tänzer aus dem Publikumsraum ihre Spielwiese, bilden Formationen und beginnen, sich mit ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Oktober 2006
Rubrik: Der Kalender, Seite 37
von Helmut Ploebst

Vergriffen
Weitere Beiträge
Iris Tenge

Aren’t we fortunate to be engaged in an art form which, by its very nature, cannot be solidified into thing-ness, possessed, encased as dead stuff? Even if occasionally it is difficult to argue the content and validity of such sheer activity, the non-material productiveness of live experience and performance. Even if a budget-worried zeitgeist continues to...

Mark Morris

Mark Morris, do you like Mozart? I didn’t like Mozart when I was younger. It all sounded the same to me. But then I discovered that every second of his music is just so gorgeous. I have done some things with Mozart before, nothing on this scale of course. I directed “La Nozze di Figaro” in Brussels a few years ago. I decided about a year ago to use these particular...

Stephen Petronio: «Bloom», «Bud»

Since founding his company in 1984, Stephen Petronio has continually forged collaborations with intriguing artists from other disciplines including composers, visual artists, and fashion designers. This year, the wonderful singer and songwriter Rufus Wainwright composed a suite of songs for Petronio’s “Bloom,” which premiered at the Joyce Theater. Also on the...