Meg Stuart mit «It’s not Funny!»
Schon klar, ihren Weg von den Anfängen im Freien über die Residence an Marthalers Zürcher Schauspielhaus und die Partnerschaft mit der zumindest noch in revolutionärer Restwärme vor sich hinglimmenden Volksbühne bis zu den Salzburger Festspielen will sie nicht als Aufstieg ins Establishment verstanden wissen. Eher vielleicht als Husarenritt an die Front. Hier im Herzen der Hochkultur kann man noch davon träumen, Fremdkörper zu sein, ein Stachel im allzu satten Fleisch.
Hier will Meg Stuart mit ihrem Statement «It’s not Funny!» aus einer Koproduktion einen subtilen Akt der Sabotage machen, indem sie dem soft-progressiven Komödienmotto der Salzburger Festspiele etwas entgegensetzt, was nicht nur im Hals stecken bleibt (wie das von Schauspieldirektor Martin Kusej gern zitierte Lachen), sondern von vornherein als nicht genießbar erscheint: Peinlichkeit, die dadurch berührt, dass sie auch von außen betrachtet nicht lustig wirkt, sondern verzweifelt, aggressiv, zerstörerisch.
Eine Showtreppe ist ja so etwas wie eine Landebahn für Götter, eine Rampe für den Sternenstaub – und ein Präsentierteller für Pannen aller Art. Nun interessiert sich Meg Stuart natürlich nicht so sehr für ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Zehn lange Jahre hat Paro auf Devdas gewartet. Beide verbrachten eine glückliche Kindheit in der indischen Provinz. Dann wurde Devdas von seiner Familie nach London geschickt, um eine Ausbildung als Jurist zu absolvieren. Paro schwor ihm ewige Liebe und entzündete als Zeichen ihrer Treue eine Öllampe. «Diese Lampe wird nie erlöschen, die Flamme meiner Leidenschaft....
Kazuo Ohno, the Japanese butoh artist, celebrates his 100th birthday on October 27th. Both as a citizen and an artist, Ohno has been a contemporary of the major events which marked Japan’s recent history: the Kanto Earthquake, the Pacific War, atomic bombs being dropped on Hiroshima and Nagasaki, an American occupation, the boom and bust following the economic...
Ein Ballettschicksal: Absolvent der Ballettschule der Pariser Opéra, tritt Jean Sarelli in das Corps de ballet ein und schafft es bis zum Sujet. Ende der 1960er wird er Probenleiter und betreut mit großem Kunstverständnis am Palais Garnier die Ballettreprisen von Serge Lifar («Suite en blanc», «Les Mirages») und Harald Lander («Études»). 1978 verlässt er die...
