hans-georg küppers
Man muss ja nicht so weit gehen und den Mann eine Lichtgestalt nennen, wie es die Frau vom Bezirksausschuss tut. Sie treibt Hans-Georg Küppers damit glühende Röte ins Gesicht. Münchens Kulturreferent hat seine Fans in allen Schichten der städtischen Hierarchie, ganz oben, in der breiten Mitte und eben auch in den kleineren Verwaltungsbereichen.
Denn der SPD-Mann betätigt sich mit Charme und Geschick als Kanalarbeiter, wirbt für schwierige Projekte wie das wohl ehrgeizigste seines Deputats, das sogenannte Kreativquartier, unternimmt eine Dienstreise zu bereits existierenden, möglicherweise vorbildlichen Projekten und bringt mit einer Anschubveranstaltung und einem Internet-Forum die Diskussion unter den Bürgern ins Rollen.
2015 soll der Plan realisiert sein, die denkmalgeschützte Jutier- und die Tonnenhalle im Nordwesten der Stadt zu sanieren und auszubauen nach den Bedürfnissen von Münchner Künstlern und Leuten aus der sogenannten Kreativwirtschaft, die das Geld bringen, das Künstlern stets fehlt. Was und wen die kreative Insel inmitten eines urbanen, nach zeitgemäßen Kriterien gestalteten neuen Viertels auf einer der höchst seltenen von der Stadt bebaubaren Industriebrachen ...
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Tanz Jahrbuch 2011
Rubrik: Die Hoffnungsträger, Seite 145
von Eva-Elisabeth Fischer
Leipzig, Alter Markt
Die Touristen speisen unter Sonnenschirmen. Die Welt spricht in allen Sprachen. Das Gemurmel weht wie ein leichtes Tuch durch die Altstadtgassen. Im vierten Stock, obendrüber, befindet sich ein Büro von ausgesuchter Virtualität: ein Computer, ein I-Pad, ein tragbares Telefon, ein Kaffeeautomat. Das reicht. Auch der Name, Culture Partner, weist...
Wer in den vergangenen Jahrzehnten von zeitgenössischem Tanz sprach, dachte hoffentlich zuerst an Merce Cunningham. Seine Arbeit war essenziell, weil er es schaffte, ein genügend komplexes Körperbild herzustellen, dass den Selbstfindungsprozessen und dem Individualismus des 20. Jahrhunderts tatsächlich entsprach, nicht ohne selbst auch die Frage nach den Grenzen...
Wer Michael Douglas sehen will, geht ins Kino. Wer das MichaelDouglas Kollektiv sehen will, geht nach Köln. Dort haben sich 2009 die beiden Tänzer Michael Maurissens und Douglas Bateman niedergelassen, um nach dem Aus von Amanda Millers pretty ugly dance köln eine neue Existenz zu gründen. Professionell und pfiffig ist das Ensemble, dem sich auch weitere ehemalige...
