omar rajeh

Tanz - Logo

Wer sind diese Leute, die in der riesigen arabischsprachigen Region das Fähnlein des zeitgenössischen Tanzes hissen? Es sind nicht viele, aber es werden mehr. So begeisterten sich etliche von ihnen 2009 für die Idee eines Verbands, der ihre Belange vertreten, sie alle sichtbarer und auffindbar machen, Informationsaustausch und Dokumentation fördern und dann auch die arabische Tanzplattform tragen soll. Nun sitzt deren Gründer während der zweiten Ausgabe 2011 in seinem Studio und sagt: «Vielleicht braucht es noch Zeit; wir fangen eben klein an.

» Zum Treffen sind nur vier Kollegen erschienen. Omar Rajeh ist allerdings schon das Netzwerk in Person. Vor einem Jahr reichte er die Papiere bei der Verwaltung in Beirut ein, um den Verband zu gründen. Lieber lange auf die Registrierung warten, als damit nach Europa auszuweichen, entschied er. Das ist typisch für ihn und die junge Szene: der Wille, sich nicht kleinkriegen zu lassen. Sich nicht zu ducken.

Rajeh, Jahrgang 1975, hat in Europa studiert, wie viele seiner arabischen Tanzkollegen. Er ging an die University of Surrey, mit seinem Beiruter Diplom in der Tasche. Erst in Büchern des Goethe-Instituts allerdings war er auf ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Jahrbuch 2011
Rubrik: Die Hoffnungsträger, Seite 150
von Melanie Suchy

Weitere Beiträge
Tanzwissenschaftler

Gerald Siegmund, Gabriele Klein, Gabriele Brandstetter, Sie lehren in Master-Studiengängen, die bereits ein anderes Studium voraussetzen. Was empfehlen Sie an Fächern, an Vorwissen?
Gerald Siegmund: Theaterwissenschaft empfiehlt sich immer, da bekommt man die Seherfahrung mit, die notwendig ist, um ästhetische Praxis reflektieren zu können.
Gabriele Klein: Die...

die manager

und andere Metaebenen: Warum sollen Tänzer keine Intendanten werden? Oder eine Agentur für Tanzkompanien gründen? Oder Tanz kuratieren? Oder eine eigene Schule eröffnen? Und wenn das nichts ist, wäre man auch in der Wissenschaft willkommen

Komikerin

Genau, sagt Chloé Maginot: «Patrick Dupond ist ein gutes Beispiel.» Der ehemalige étoile des Balletts der Pariser Opéra stand nach Karriere, Motorradunfall und langwieriger Genesung in einem Musical auf der Bühne. So lange wollte Maginot nicht warten. Nicht, bis sie mit 45 eine Hüftprothese tragen ­wür­de, wegen der Développés. Nicht bis der Konkurrenzkampf...