tadashi endo...

...über den Tod.

Tanz - Logo

Am 31. August wird er 64 Jahre alt und will, dass seine Asche ins Meer gestreut wird. In Hamburg arbeitet er mit Doris Dörrie gerade an «Don Giovanni», der den Tod zu Gast hat. Den Tod ihres eigenen Mannes verarbeitete Doris Dörrie im Roman «Das blaue Kleid», danach im Film «Kirschblüten – Hanami», als sie Tadashi Endo traf, den Butoh-Tänzer aus Göttingen, der um seinen Bruder trauerte. Seitdem arbeiten sie ­zusammen.

Tadashi Endo,wie kam es zur Begegnung mit Doris Dörrie?
Sie sah in einer Fernsehsendung, wie Kazuo Ohno tanzte. Sie wusste nicht, was das war.

Also hat sie nachgeforscht, dass er ein Butoh-Meis­ter war, und dabei entdeckte sie auch meinen Namen. Weil ich in Göttingen lebe, meldete sie sich zu meinem Butoh-Workshop an, gleich nachdem sie in Japan einen Film gedreht hatte, «Erleuchtung garantiert» mit Uwe Ochsenknecht und Gustav Peter Wöhler. Ich habe sie beim Workshop nach japanischer Art den Fußboden putzen lassen. Wie man es im japanischen Tempel auch macht. Sie war trotzdem ganz angetan und fragte, ob ich Lust hätte, in München für «Madame Butterfly» die Choreografie zu übernehmen.

Wann war das?
2005, und da, in der Kantine, eröffnete sie mir, dass sie einen ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz August/September 2011
Rubrik: menschen, Seite 46
von Arnd Wesemann

Weitere Beiträge
berlin: tanz im august...

Susanne Linke sucht in «Kaikou» den schmalen Grat zwischen Trieb und Zivilisation. Noé Souliers Bühne zu «Ideography» teilt sich der Tanz mit der Philosophie. Kann man Bewegung denken? Klassiker – wie zur Eröffnung Lucinda Childs’ «Dance» – sind ebenso dabei wie gerade erst entstandene Stücke – Emanuel Gats «Brilliant Corners» (siehe S. 8) und Meg Stuarts «Violet»...

sylvie guillem...

Sie scheint nicht zu altern, ist so schlank wie eh und je, unter dem Pony strahlt sie mit dem bekannten lausbubenhaften Gesicht, ihre langen Beine und Arme sind so elastisch und biegsam, dass man glauben möchte, sie seien aus Gummi. Man muss es sich immer wieder in Erinnerung rufen: Hier tritt keine jugendliche Göre auf, sondern eine 46-jährige Frau.

Sylvie Guillem...

mann am klavier

­«Die Rhythmische Gymnastik ist kein ‹neuer Tanz›. Aber aller Tanz beruht auf Rhythmik», war in der Gründungspublikation der Bildungsanstalt für Musik und Rhythmus 1910 zu lesen. In der rhythmischen Erziehung sah man die Rettung der Tanzkunst, nur aus ihr, hieß es, könnte der künstlerische Tanz wiedergeboren werden, denn der sei zu Technik und Akrobatik verkommen....