handbuch für choreografen 7
Markt
Bevor du dein Stück zu verkaufen versuchst, könntest du dir die folgenden Fragen stellen: Was erwarte ich mir persönlich von meinem Stück? Wessen Meinung ist mir wichtig? Mit welchen Künstlern identifiziere ich mich, und wie schaffen sie es zu überleben? Wie sieht der Markt aus meiner Perspektive aus? Wie groß ist die Notwendigkeit für mich, ein bestimmtes Stück zu machen, und welche verschiedenen Mittel und Wege stehen mir dazu zur Verfügung? Was tue ich, wenn sich niemand dafür interessiert, was ich mache? Wofür interessiere ich mich sonst noch?
Auch wenn niemand
so richtig zu verstehen scheint, was du machst, ist das okay. Denn egal, was dich ursprünglich dazu bewegt hat, eine Choreografie zu machen, es wird sich am Ende doch irgendwie auszahlen, ganz gleich, ob du nun choreografierst oder nicht.
Das Stück zur Aufführung bringen
Es gibt eine ganze Reihe unterschiedlicher Modelle, wie man Tanz zur Aufführung bringen kann. Jeder Choreograf bedient sich verschiedener Herangehensweisen. Einige Leute kommen hervorragend mit dem Druck zurecht, vorausplanen zu müssen und sich ambitionierte Ziele zu setzen. Andere wiederum fühlen sich kreativer, wenn ihre Arbeitssituation flexibler ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Mai 2011
Rubrik: praxis, Seite 72
von Jonathan Burrows
...und sein Hamburg Ballett werden im Sommer eine achtköpfige Juniorkompanie anschieben, die sich der Bund binnen vier Jahren 2,8 Millionen Euro kosten lässt. Sage noch einer, im Tanz gebe es keine cleveren Lobbyarbeiter: «Bundesjugendballett» heißt das Gebilde, das acht Tänzer zwischen 18 und 23 Jahren versammelt, die mit eigenem Repertoire auf Tournee gehen, vor...
Das ist nun bestes Tänzerfutter! Die Produktion, die Alexei Ratmansky letztes Jahr fürs Niederländische Nationalballett erstellt hat, gibt einer klassischen Kompanie alles, um zu brillieren: klare Kombinationen, effektvolle Variationen, zügige Dramaturgie. Das Ganze ist in einem heiteren Spanien angesiedelt dank Jérôme Kaplans luftiger, farbenfroher Ausstattung....
Von einem «Tausendfüßler der Metasinnlichkeit» ist die Rede. Das Bild passt gut zu Philippe Decouflé. In seinem neuen opulenten Werk «Octopus» gibt es aber auch metaphorische Bilder vom Schwan, von Affen, von menschlichen Zungen im erregten Flirt. Wie beim Chamäleon. Tiere sind jedoch gar nicht das Thema dieser sich ständig selbst verzaubernden Revue. Die ist...
