handbuch für choreografen 7
Markt
Bevor du dein Stück zu verkaufen versuchst, könntest du dir die folgenden Fragen stellen: Was erwarte ich mir persönlich von meinem Stück? Wessen Meinung ist mir wichtig? Mit welchen Künstlern identifiziere ich mich, und wie schaffen sie es zu überleben? Wie sieht der Markt aus meiner Perspektive aus? Wie groß ist die Notwendigkeit für mich, ein bestimmtes Stück zu machen, und welche verschiedenen Mittel und Wege stehen mir dazu zur Verfügung? Was tue ich, wenn sich niemand dafür interessiert, was ich mache? Wofür interessiere ich mich sonst noch?
Auch wenn niemand
so richtig zu verstehen scheint, was du machst, ist das okay. Denn egal, was dich ursprünglich dazu bewegt hat, eine Choreografie zu machen, es wird sich am Ende doch irgendwie auszahlen, ganz gleich, ob du nun choreografierst oder nicht.
Das Stück zur Aufführung bringen
Es gibt eine ganze Reihe unterschiedlicher Modelle, wie man Tanz zur Aufführung bringen kann. Jeder Choreograf bedient sich verschiedener Herangehensweisen. Einige Leute kommen hervorragend mit dem Druck zurecht, vorausplanen zu müssen und sich ambitionierte Ziele zu setzen. Andere wiederum fühlen sich kreativer, wenn ihre Arbeitssituation flexibler ...
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Tanz Mai 2011
Rubrik: praxis, Seite 72
von Jonathan Burrows
Wer eine Kunstschule besucht, lernt es von der Pike auf: das Kopieren berühmter Vorbilder und Stile. Gleich danach wird das absichtsvolle Kopieren zum Problem. Wer ohne ironisches Augenzwinkern oder offensichtlich konzeptuellen Zugriff fremde Ideen übernimmt, bekommt es mit dem Strafgesetzbuch zu tun. Einmal im Fall der sogenannten Raubkopien, also des...
Vladimir Malakhov sieht ganz schön alt aus. Gelangweilt blättert er, vor dem Spiegel auf seinen Auftritt wartend, in einem Magazin. Sitzt lustlos da im gestrickten Liebestöter. Erst als er sich beobachtet fühlt, springt er auf, bedeckt seine scheinbare Blöße. Zu spät. Alle Illusion ist perdu. Dorothy und die Ihren haben längst begriffen, dass sie einem Schwindler...
Von einem «Tausendfüßler der Metasinnlichkeit» ist die Rede. Das Bild passt gut zu Philippe Decouflé. In seinem neuen opulenten Werk «Octopus» gibt es aber auch metaphorische Bilder vom Schwan, von Affen, von menschlichen Zungen im erregten Flirt. Wie beim Chamäleon. Tiere sind jedoch gar nicht das Thema dieser sich ständig selbst verzaubernden Revue. Die ist...
