Hamburger Widersprüche
Kampnagel erleidet eine Kürzung von 74 000 Euro, zehn Prozent des Produktionsetats, die stattdessen den Privattheatern überwiesen werden Betrieben von der CDU-Fraktion scheint diese Umverteilung auf den ersten Blick auf Kosten experimenteller und sozial engagierter Projekte zu gehen. Doch längst operiert auch Kampnagel CDU-kompatibel mit Erfolgs-Gastspielen wie zuletzt mit dem vierwöchigen «Loft»-Spektakel, um sich über Wasser zu halten. Solcher «Wille zum ausgeglichenen Haushalt» wird bestraft.
Weil der Aufsichtsrat mehrheitlich von der Hamburger Kulturbehörde gestellt wird, die die Kürzungen der Partei umsetzen muss, ist es egal, wie positiv die Bilanz ist. Ein städtisches Theater kann kein Privattheater sein, soll sich aber so verhalten und wird, wenn es das tut, um seine Mehreinnahmen gekürzt.
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Kinderkram der liebenswürdigen Art am Staatstheater Cottbus: Schneewittchen zu eigens komponierter Musik von Volker M. Plangg. Marsch hört man gleich eingangs, Walzer für die freudigen Stellen, wenn etwa das brave Mädchen mit den Zwergen tanzt oder liebend mit dem Prinzen schwelgt, bisweilen auch große Dramatik, die das Bühnengeschehen fast erschlägt. Planggs Klang...
Politische Körper bringt Yvonne Hardt für den Ausdruckstanz der Weimarer Zeit ins Spiel und leistet damit die fällige Erweiterung der Diskussion von Tanz und Politik über den Nationalsozialismus hinaus. Selbst Tänzerin, läuft ihre Analyse zu Politische Körper. Ausdruckstanz, Choreografien des Protests und die Arbeiterkulturbewegung in der Weimarer Republik entlang...
Die Welt hat wieder einen großen Choreografen verloren, und wieder ist eine Kompanie ohne Führung. Damit wiederholt sich die gleiche Situation wie 1973 in Stuttgart, als John Cranko starb.
Ich glaube, die glücklichsten Momente seines Lebens hatte Uwe Scholz, als er noch Tänzer und Choreograf beim Stuttgarter Ballett war und Maurice Béjart nach Stuttgart kam, um...
