Hallo, Publikum!
Es macht nur noch bedingt Sinn, von Zeiten zu schwärmen, in denen es den Künsten besser ging – als der Bürger noch den Willen besaß, sich im aristokratischen Nachglanz des Balletts zu baden. Und den Tanz tatsächlich als sinnliches Bildungsgut zu begreifen. Doch die Mär von der Ökonomie ist längst überall eingezogen: Kultur wird nach Angebot und Nachfrage bewertet. Wir lesen Sätze wie: «Wo das Angebot tendenziell größer ist als die Nachfrage, müssten die Preise niedriger sein, als sie es tatsächlich sind.
» Der Bürger ist Ökonom und das, was er am besten kann – rechnen –, muss folglich zum Willen führen, die Nachfrage zu steigern.
Statt sich weiter von oben herab immer mehr Schließungen gefallen zu lassen, legitimieren sich Festivals, Ballettkompanien, längst auch freie Gruppen, über einen möglichst niedrigen Zuschuss pro verkaufte Eintrittskarte. Eine schwarze Null und mehr gelingt nur Großveranstaltern. Das Mobilisieren von Zuschauermassen ist in der Kultur allein gültig. Das Argument «Kunst» stößt auf zunehmend taubere Ohren, weil gerade mit Kunst immer neue Ausstellungsrekorde gebrochen werden. Also: wo steckt das Tanzpublikum?
7,22 Millionen Deutsche, fand Dirk Podbielski in ...
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Im Kino: Sie ist blind, und sie ist eine Tänzerin, die beste im Pavillon der Pfingstrose. Zwischen hohen Trommeln stehend, zeichnet sie mit den langen Ärmeln ihres Kleides die Wege zugeworfener Bohnen nach, in weichen Schwüngen zuerst, dann als peitschende Hiebe, bis sie in einem Furioso von Farben und Flugbahnen fast ganz verschwindet. Tatsächlich ist Mei,...
Canada’s media proudly echoed the formidable success of Jean-Pierre Perreault’s Joe tour throughout Europe. At a cocktail party after a performance in London, a representative of the Quebec Delegation humorously acknowledged the ambassadorial dimension of the 32 dancers’ role with the statement: “You did in one evening what I do in one year.” They were receiving...
Thierry De Mey, ist Ihr arte-Film «Ma mère l'oye» wirklich so neu? Ursprünglich handelt es sich um eine Auftragsarbeit der Opéra de Rouen, die zu einer Ravel-Aufführung des Orchesters auf drei Leinwände projiziert werden sollte. Zu diesem Zweck bat ich damals eine Reihe von Tänzer-Choreografen wie Anne Teresa De Keersmaeker oder Michèle Anne De Mey in den Wald,...
