hagoromo in horgen
Als der Zürcher Aushilfs-Buchhalter und Hobby-Schwanenforscher Hugo F. Hunziker am 5.
September 1973 im Park des Museums Rietberg in einer Freilichtaufführung Manzaburo Umewaka III und dessen Japan-Nô-Troupe mit ihrem berühmten und meistgespielten Nô-Stück «Hagoromo» (Das Federkleid) sah, notierte er sich am Rand seines zunehmend zerknitterten Programmzettels folgende Zeilen:
WIE LANGE WIRD ES WOHL DAUERN, BIS AUCH AN HORGENS SEEUFER EIN ENGELHAFTES WESEN IN SCHNEEWEISSEM SCHWANENFEDERKLEID AUFTAUCHT UND MIR IM MONDENSCHEIN JENEN TANZ DARBIETET, DER SEIT EH UND JE NACHT FÜR NACHT DEN TURM DES MONDPALASTS BEWEGT?
Um die Antwort vorwegzunehmen: Es dauerte 34 Jahre und 22 Nächte, was insgesamt 12 432 erwartungsvolle Nächte ergibt.
Doch erlauben Sie mir, all jenen, denen weder die Begriffe «Horgen» noch «Hagoromo», geschweige denn die Person von HUGO F. HUNZIKER geläufig sind, zu erläutern, welcher rote Faden die drei bzw. vier mysteriösen großen Hs dieser Geschichte inhaltlich geradezu schicksalhaft miteinander verknüpft:
Beginnen wir mit dem ersten «H»:
wie HORGEN
Laut Wikipedia ist Horgen eine 18 km von Zürich entfernte Gemeinde am linken, westlichen Seeufer mit etwas mehr als 18 000 ...
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