Mei Hong Lin: «Ainadamar»

Darmstadt

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Obwohl nie als Trilogie geplant, choreografiert Mei Hong Lin in Darmstadt schon ihr drittes Lorca-Stück, diesmal eine Oper: die europäische Erstaufführung von «Ainadamar».

Im Zentrum steht Federico Garcia Lorca selbst, wird von einer Mezzosopranistin gesungen und tut nichts: erscheint und steht da im schwarzen Anzug. Das Wort hat Margarita Xirgu, die einst die großen Frauenrollen in Lorcas Dramen spielte, darunter 1927 die Mariana Pineda im gleichnamigen Stück.

Margarita, Sopran, steht hier und da oder sitzt und beschwört die Vergangenheit herauf, assistiert von einer Gehilfin mit Notizbuch und grundiert vom Damenchor, der langsame Töne singt, als rufe er immerzu von ferne: «Wie traurig der Tag in Granada, die Glocken läuten und läuten». Ein Chor läutete auch «Mariana Pineda» ein, mit diesen Worten, die Geschichte spielte 1831: Verschwörung gegen einen bösen König. Mariana verrät ihre Mitverschwörer und ihre Ehre nicht, dafür wird sie von den Treulosen und vom Geliebten im Stich gelassen. Und stirbt. Lorca, geboren 1898, 1936 erschossen im Spanischen Bürgerkrieg, stirbt am Brunnen Ainadamar. Arabisch: «Quelle der Tränen». Alles hängt so zusammen, die Liebe, die Freiheit, Treue und ...

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Tanz Februar 2008
Rubrik: Der Kalender, Seite 38
von Melanie Suchy

Vergriffen
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