Anton Adassinsky
Das eigene Ego: Privatsache. Konsequent verweigert Anton Adassinsky jede Auskunft über sich. Auf der Website seiner Kompanie findet sich unter dem Stichwort «Leben in Daten» denn auch nicht seine Biografie, wie man erwarten sollte, sondern jede Menge Wissenswertes über Derevo. Adassinsky stammt aus dem sibirischen Krasjonarsk, ging in frühen Jahren in Leningrad in die Lehre und studierte unterschiedlichste Bewegungstechniken.
Seit 1988 existiert seine eingeschworene Gemeinschaft, seit 1996 wurzelt der «Baum» (russisch: Derevo) vor den Toren Dresdens wie Forsythes Truppe als Company in Residence im Europäischen Zentrum der Künste Hellerau. 2007 gab es Auftritte und Workshops in Russland, Holland, Japan, Lettland, Italien, Südkorea, Brasilien, Irland, Polen und Großbritannien.
Was unterrichten Sie? Keine Technik, sondern ein System. Ich sehe mich auch nicht als Lehrer, sondern eher als jemanden, der gemeinsam mit ein paar Studenten neue Ideen ausprobiert und Bewegungsmöglichkeiten analysiert. Dabei arbeiten wir mit Körper, Kopf und Gefühl, um in uns stereotype Verhaltensweisen zu erkennen und Probleme zu überwinden. Jeder Mensch, selbst der Künstler, hat schließlich ein Problem. Das ...
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