gustavo fijalkow
Der Kompaniemanager der DIN A 13 tanzcompany hat ein klitzekleines Anliegen: die Gleichstellung sogenannter behinderter Tänzer mit Nichtbehinderten. Da hat er sich was Delikates ausgesucht. 99 Prozent der Menschen sahen noch nie einen behinderten Tänzer, einen, der mit einem Bein tanzt oder dies ohne Arme tut oder des Stehens nicht mächtig ist, dem also ein paar grundlegende Anforderungen fehlen, ohne die er bei 99 Prozent aller Auditions nicht mal die Vorausauswahl überleben würde.
Seit Jeremy Alliger 1981 in Boston einen «Dance Umbrella» gründete, hat sich die Mixed-abled-Szene bis in in alle Winkel der Welt verbreitet. In Ghana ist es selbstverständlich, körperlich Gehandicapte nicht zur Arbeit zu schicken, sondern sie Kultur gestalten zu lassen. In Gustavo Fijalkows Heimat Brasilien tanzt Marcos Abranches mit erhöhtem Muskeltonus, wie Antonin Artaud einst das zeitgenössische Theater erfand – revolutionär.
Nur: Was kann er dazu, dass er wegen eines Gebrechens den Tanz erneuert? Ist doch «Opferkunst». Gustavo Fijalkow regt so etwas auf. Zum dritten Mal hat er in Düsseldorf das «Crossings Dance Festival» organisiert. Zu Pfingsten, also in den Ferien. Geld gibt’s dafür politisch ...
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Tanz Jahrbuch 2011
Rubrik: Die Hoffnungsträger, Seite 141
von Arnd Wesemann
Er sprang für den verletzten Roberto Bolle ein und erwies sich als würdiger Ersatz, als er mit Alina Somova George Balanchines «Jewels» auf der Bühne der Mailänder Scala durchtanzte. Geboren in Casarano (Provinz Lecce), beendete er 2005 die Ballettschule der Scala und wurde vom Rotary Club als einer der besten Jahrgangsstudenten ausgezeichnet. So trat er ins Corps...
Notation als Sicherungskopie
Sorgen, was nach der Karriere kommen würde, brauchte sie sich nicht zu machen: Die Qualifikation für die Zeit danach hatte sie schon in der Tasche, bevor es überhaupt losging. Cherie Trevaskis, die Choreologin des Bayerischen Staatsballetts, ist ein Musterbeispiel für Transition, und das zu einer Zeit, als dieses Wort noch gar nicht...
Kunst und das sogenannte breite Publikum standen schon immer in einem heiklen Verhältnis zueinander. Darum gibt es so wichtige Berufsbilder wie Public Relations, Tanzjournalismus und Tanzfotografie
