Tanzjournalist
Storys
«Die Einheitschoreografin. Warum Sasha Waltz ein Denkmal braucht?» – «Waren die Großeltern dümmer als ihre Enkel heute? Der Kindertanz auf dem Prüfstand» – «Da steppt der Eisbär: Am Polarkreis improvisieren Russen, Finnen, Norweger und Kanadier gemeinsam». Jede dieser Storys könnte in der «Zeit» stehen, als Reportage in der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung» oder als eine Filmdokumentation auf arte laufen.
All diese Geschichten versprechen, etwas zu erzählen: über den Tanz und damit über eine Kunstform, die in Wahrheit in den Zeitungen immer seltener auftaucht. Sagen die Kritiker, denn es werden immer seltener Rezensionen gedruckt.
Rezensenten
Nun unterscheidet sich eine Rezension erheblich von einer Kritik und diese von einer Reportage. So jedenfalls steht es im «Handbuch des Journalismus». Wir stellten diese Frage aber lieber der Pressestelle einer hiesigen Ballettkompanie. Ihre Antwort: «Eine Rezension soll möglichst objektiv von unserer Premiere berichten. Eine Kritik ist ja wohl ein Verriss. In dem Fall behalten wir uns vor, die betreffende Person nicht mehr einzuladen. Ein Reporter ist bei uns jederzeit herzlich willkommen, um einen Blick hinter die Kulissen zu ...
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Tanz Jahrbuch 2011
Rubrik: Die Vermittler, Seite 62
von Arnd Wesemann
Er gebraucht den Raum wie eine dreidimensionale Leinwand. Ähnlich der Farbfeldmalerei der abstrakten Expressionisten experimentiert der Berliner Tänzer und Choreograf mit «Körperfarben» und Bewegungsstrukturen, mit den Spannungsfeldern in und zwischen den Körpern und ihren Reaktionen auf Klangimpulse. In der Bewegungsrecherche «Tremor», erarbeitet während seiner...
Nuanciertes Weiß und pastellfarbene Schattierungen, harter Schattenschlag und filigrane Muster, Würfel aus Farbfiltern und eine Tür, die sich kurz öffnet und für einen Moment Geräusche, Stimmen, Farben, Lichter in den weißen, aseptischen Raum strömen lässt: Die visuelle Welt von Naoko Tanaka aus Tokio erscheint wunderbar luzide, voller Magie. Sie hat etwas...
Nichts ist dem Tänzer näher als der Körper. Man kann ihn heilen. Das ist für viele eine schlüssige Fortsetzung der Tänzerkarriere. Die Bandbreite ist groß: von der Tanzpädagogik bis zur Arbeit mit Parkinson-Patienten
