Grenzenlos

Faustin Llinyekula war lange unterwegs. Wo man dem Boden unter seinen Füßen nicht trauen kann, zieht er die Kon­sequenz: «My only true country is my body.»

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Immer auf dem Sprung
Von Afrika nach Europa, von Europa in die USA, von Porto nach Oslo. Für Tänzer gibt es mehr Grenzen, als ihnen lieb sein kann.
Faustin Linyekula zum Beispiel. Der Mann im Zeitungsrock. Er erzählt von einer wahren Odyssee. Oder Ecotopia: Eine Agentur sucht die Löcher im Zaun. Natasha Hassiotis fragt, warum wir so viele Grenzen haben

Die modernen Nomaden ziehen derweil weiter. Tänzer mit leichtem Gepäck. Alles, was sie brauchen, ist ihr Körper

Faustin Linyekula war lange unterwegs.

Wo man dem Boden unter seinen Füßen nicht trauen kann, zieht er die Konsequenz: «My only true country is my body»

Faustin Linyekula verbreitet Lügen über den Kongo, die mehr Wahrheit enthalten als die Nachrichten. Er nennt es sein «Lügenfestival». Seit 2005 tourt er damit durch Europa und die USA. Es handelt von Erinnerung. Den Konsequenzen einer kollektiven Amnesie im Kontext politischer, sozialer, ökonomischer Realitäten einer aufgewühlten, sich ständig verändernden Nation. Erinnerungs- und Propaganda-Fragmente collagierend, erzählt Lin-yekula über eine entwurzelte Generation, die damit kämpft, ihre eigene Geschichte gleichzeitig zu vergessen und aufzudecken. Wie viele von ihnen hat er ...

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Tanz Juni 2008
Rubrik: Grenzenlos, Seite 10
von Katja Werner

Vergriffen
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