Glanzpunkte: Stuttgart, Basel, Wien, Düsseldorf/Duisburg, Gauthier Dance
Eine Tendenz, die sich seit Jahren fortsetzt: Die herausstechende Einzelleistung, die sich prämieren lässt, bildet sich in den Umfragen seltener ab. Was einerseits daran liegt, dass Tanzkritiker*innen in Zeiten schmalerer Budgets weniger on tour sind, ihre Eindrücke eher im Regionalen gewinnen oder aus Festivalprogrammen mitnehmen. Zugleich ist unsere Erhebung eben international zugeschnitten – weil Tanz glücklicherweise nationale Grenzen überspringt und im Prinzip ein globaler Player ist.
Wir fragen Kolleg*innen weltweit nach den Ereignissen, die sie bemerkenswert fanden – auch wenn uns politische Verwerfungen wie der Ukraine-Krieg und die damit einhergehenden Kontaktverluste empfindlich treffen. Gleichwohl registrieren wir: An die Stelle klassischer Winner-Positionen treten zusehends Akteur*innen, Produktionen, Sachverhalte, die sich zu einem positiv auffälligen Saison-Profil für die jeweilige Compagnie summieren: zu einem «Glanzpunkt», der nicht ungesehen bleibt.
Auf diese Weise hat sich in der zurückliegenden Saison einmal mehr das Stuttgarter Ballett bewährt, dessen Stars Friedemann Vogel und Anna Osadcenko nicht zuletzt ein Nachwuchs-Defilee anführen: die Newcomer Peter ...
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Tanz Jahrbuch 2026
Rubrik: The winners are..., Seite 122
von tanz-Redaktion
Als ich zu den Wiener Proben meines letzten Stücks kam, sah ich Sophia zum ersten Mal auf der Bühne. So eine Figur hatte ich noch nie geschrieben. Sophia ist eine Künstliche Intelligenz, ein Humanoid. Die anfänglichen Bewegungen der Schauspielerin Silvia Meisterle für die ersten Sophia-Szenen waren die Vorstellung eines Körpers, der nie müde wird und keine...
1 Choreograf*in des Jahres
2 Tänzer*in des Jahres
3 Compagnie des Jahres
4 Newcomer*in des Jahres
5 Ausstattung / Bühne / Licht / Musik
6 Online
7 Positiv und / oder bedenklich war …
Andrea Amort
Wien
u. a. tanznetz.de
1 Sharon Eyal für «Delay the Sadness» (S-E-D, Frankreich) Sidi Larbi Cherkaoui für «Bal impérial» mit dem Ballet du Grand Théàtre de Genève...
Zwei Stunden komplett aus der Welt herausfallen? Kriege, Krisen und Konflikte wegblenden, abschalten, ausknipsen? Mit 70000 Fans im Berliner Olympiastadion abwechselnd auf einen Bühnenwinzling und zwei Riesenscreens starren, während die Füße wehrlos mittanzen – geht das? Ist das erlaubt, legitim und vertretbar angesichts einer Gegenwart, die ziemlich ungebremst auf...
