Gauthier Dance: «High Five»
Am Ende hieß es anstatt «High Five» – «Lucky Seven». Denn das Publikum war sich bei der Vorstellung von Gauthier Dance sicher: Dieses kleine, aber feine Ensemble muss bleiben, auch wenn seine Finanzierung in den Sternen steht! Standing Ovations für einen Mann, der abseits des Stuttgarter Balletts Wunder vollbringt und für ein volles Theaterhaus sorgt. Die Hände in den Hosentaschen, lehrt Eric Gauthier London an diesem Abend «Les Bourgeois» das Lachen.
Etwas hemdsärmelig interpretiert er das gleichnamige Chanson von Jacques Brel in einer Choreografie von Ben van Cauwenbergh mit so liebenswürdiger Lässigkeit, dass das Publikum gar nicht anders kann, als dem Spiritus rector von Gauthier Dance zuzujubeln.
Das tut es aber auch bei allen anderen Stücken, was etwas bedenklich stimmt. Nichts dagegen, wenn Gauthier den Zuschauern ein U für ein E vormacht, aber das gerade am «Solo» von Hans van Manen zu demonstrieren, geht zu weit. Dabei drücken Armando Braswell, Alexis Dupuis-le Blanc und William Moragas durchaus aufs Tempo und tanzen Bachs Partita Nr. 1 für Solovioline so atemberaubend, wie man sich das nur wünschen kann. Doch die klare Linie fehlt, die Strenge des Stücks fällt seiner ...
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Diana Vishneva,
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