Gala an der Deutschen Oper: "Malakhov & Friends"
«Er ist einzigartig», meint Alex Ursuliak im Souvenirprogramm. Der ehemalige Direktor der Stuttgarter John Cranko-Schule hegt keinen Zweifel: «Es gibt nicht die geringste Spur der Kopie eines anderen, und man sollte ihn auch mit niemandem vergleichen. Er ist definitiv: Vladimir Malakhov.» So feiert der Intendant des Staatsballetts Berlin sein 20-jähriges Bühnenjubiläum mit einem großen Gala-Abend, der sich sehen lässt – auf der Bühne wie im Foyer, wo Gundel Kilian bis Ende März noch einmal seine Geschichte auf zahlreichen Fotos lebhaft und leidenschaftlich in Erinnerung bringt.
Auch auf der Bühne ist Malakhov mehrfach gegenwärtig: zu Anfang als ein Romeo, der nicht nur seiner filigranen Julia zu Füßen liegt, sondern indirekt auch noch einem seiner Vorgänger, dem keineswegs vergessenen Kenneth MacMillan, tanzend huldigt. Von Julie Kent herausgefordert, stürzt er sich in das Abenteuer Liebe, und wie ein Glücksmoment empfinden beide zum Abschluss der Balkonszene ihren ersten Kuss.
Am Ende seines Lebens steht dagegen der Mann in «Serait-ce la mort?» von Maurice Béjart, das Malakhov in Berlin in einer Berliner Erstaufführung vorstellt – an der Schwelle des Todes begegnet er noch einmal ...
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