From England with Love
Was für eine Musik! Eine der schönsten, die Edward Elgar jemals geschrieben hat. Hofesh Shechter lässt sich zu «Nimrod» eine ganz andere Choreografie einfallen als Frederick Ashton 1968 in seinem Evergreen «Enigma Variations». Dicht geschart, heben die Tänzer und Tänzerinnen des Nederlands Dans Theater (NDT) ganz allmählich ihre Arme, die sich nach und nach im vernebelten Gegenlicht über den Köpfen öffnen, als handele es sich um die Krönungsgeste des Königlichen Balletts. Es könnten Studenten aus Oxford oder Cambridge sein.
Das Ränzel geschnürt, haben sie sich zum Morgengebet versammelt, bevor sie zu einer Reise ins Ungewisse aufbrechen. Natürlich erinnert man sich sofort der Schlussszene aus «Revelations» von Alvin Ailey. Doch von Offenbarungen kann hier keine Rede sein. Vielmehr scheinen sich die zehn Menschen zwischen Verzweiflung und Verklärung zu verlieren. Was bleibt, ist ein verzagtes Schweigen, bevor die Wirklichkeit wieder hereinbricht wie ein Gewitter.
Anders als Imre und Marne van Opstal, die sich im ersten Teil von «Shadow’s Whispers» mit «Baby don’t hurt me» noch einmal als Hoffnungsträger des NDT platzieren, versagt sich Shechter jeden Erklärungsversuch. Man könnte ...
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Tanz April 2021
Rubrik: Brexit, Seite 50
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Gratulation zur Wahl zum Präsidenten des Deutschen Bühnenvereins! Das ist eine spannende Position, weil Sie damit auch institutionell zwischen den Stühlen sitzen. Denn der Bühnenverein ist einerseits die Versammlung der Rechtsträger der Bühnen, also der Länder und Kommunen, die die öffentlichen Theater tragen und zum Großteil auch finanzieren. Andererseits hat der...
Neue Kooperationen
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Ich kann mich weder an den Beginn noch an das Ende unserer Bekanntschaft erinnern. Die erste Situation mit Patrick Dupond, die ich vor mir sehe, ist in einer Hotelbar, erstaunlicherweise in meiner Heimatstadt Milwaukee, Wisconsin. Er gastierte beim Milwaukee Ballet, und ich war zufällig ebenfalls dort. Ich lud ihn nach Hamburg ein, um 1979 «Daphnis und Chloë»...
