Freiraum: Ben J. Riepe

Tanz - Logo

Tanz schafft Raum. Tanz denkt Raum. Tanz erobert Raum – zumindest, wenn man es so clever anstellt wie der Düsseldorfer Choreograf Ben J. Riepe. «Ein Traum», schwärmt er schon im Dezember. Sein «Luftschloss» ist da noch knackig kalt, staubig und stinkt nach Farbe.

Doch man muss ihm beipflichten: Riepes «Freiraum», ein wesentlich mit Mitteln der Initiative TANZPAKT Stadt-Land-Bund finanzierter, 390 Quadratmeter großer Gebäudekomplex, verheißt für den Tanz Visionen! Utopie! Zukunft! Gemeinschaft! Oder wie Riepe als Devise für 2020 ausgibt: «Artist Empowerment!»

In einer ehemaligen Druckerei in Düsseldorf, fußläufig zum tanzhaus nrw, haben er und sein Team in den letzten Monaten fleißig den neuen Konzeptions- und Arbeitsort für die Künste renoviert. Es ist ein «Freiraum» aus mehreren Räumen: eine Halle mit Blick auf einen Hinterhof durch eine Glasfront. Hier werden Showings, Ausstellungen, Symposien, kleine öffentliche Präsentationen stattfinden. Darüber ein Coworking-Space mit mehreren Büroarbeitsplätzen. Dazu ein Konferenzraum und natürlich der eigentliche Meeting-Mikrokosmos: eine Küche. Zwischen den Räumen viel Glas – architektonische Metapher fürs Riepe-Ideal: Transparenz und ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Februar 2020
Rubrik: Side Step, Seite 27
von Nicole Strecker

Weitere Beiträge
Brexit: Und jetzt?

Eine vom Arts Council England veröffentlichte Umfrage unter 992 Interessengruppen im Kultursektor ergab, dass britische Tanzorganisationen prozentual die meisten EU-Bürger beschäftigen. Andrew Hurst von der Interessengruppe «One Dance UK» glaubt, dass etwa 40 000 Menschen im Tanzsektor der Insel arbeiten. Der durchschnittliche Anteil der EU-Bürger liege bei «etwa...

Bthvn2020

Die «Dachmarke» kennen Sie noch nicht? Das wird sich in den nächsten Monaten sicher ändern. Ludwig van Beethoven feiert Mitte Dezember seinen 250. Geburtstag, und da wir nur sein Taufdatum wissen, ehrt man ihn sozusagen rund um die Uhr, und das ein ganzes Jahr lang. Irgendwann soll man ja auch noch im entferntesten Winkel der Welt mitbekommen, dass seine Stunde...

Leipzig: Jeroen Verbruggen «Dornröschen»

Dass der Schlaf der Vernunft manchmal Ungeheuer gebiert, ist nichts Neues. Schon Goya hat das in seinen Radierungen thematisiert. Auch einige Märchen handeln davon, und das bekannteste ist «Dornröschen», das in der Sammlung der Brüder Grimm harmloser erscheint, als es in Wirklichkeit ist. In der ursprünglichen Vorlage von Charles Perrault, der auch Tschaikowskys...