Freiheit

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Freiheit ist ein Wort, das in diesem Heft recht häufig fällt. Freiheiten, die sich der verstorbene Maurice Béjart gestattete und eine unabhängige Kompanie führte. Freiheiten, die Merce Cunningham weiterhin genießt, um den Tanz so zu erfinden, wie die Welt für ihn gerade tickt. Freiheiten, die sich Rudolf Nureyev herausnahm, wenn Luigi Pinotti, sein Physiotherapeut und enger Vertrauter, erzählt:

«1976 waren wir bei der Fürstin Gracia Patricia in Monte Carlo zum Abendessen eingeladen. Alain Delon und Yves Montand waren auch gekommen, mit dem Unterschied, dass sie pünktlich waren.

Rudolf und ich kamen mehr als eine Stunde zu spät. Als Rudolf Platz genommen hatte und bei der Vorspeise seinen Hut noch immer auf dem Kopf trug, gab die Fürstin dem Diener ein Zeichen, er möge dem Herrn Nureyev doch den Hut abnehmen. Ich werde nie vergessen, was Rudolf daraufhin sagte: ‘Wenn mein Hut gehen muss, gehe ich mit ihm.’ Den Hut ließ er dann den ganzen Abend auf.»

Es sind Freiheiten, nein: Es ist eine Haltung, die jeder Tänzer in den ersten Ballettstunden lernt: einen geraden Rücken gegen die Gebücktheit der Welt. Die Glanzzeit der Freiheit waren – auch – die 1970er Jahre. Maurice Béjart ...

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Tanz Januar 2008
Rubrik: Editorial, Seite 1
von Redaktion

Vergriffen
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