Forsythe – seine Improvisation Technologies
Die Methode des legendären Gründers und Leiters der Forsythe Company mit Sitz in Frankfurt und Dresden kann man nicht in Seminaren erlernen. Sie passt stattdessen auf eine einzige CD-ROM, «Improvisation Technologies – A Tool for the Analytic Dance Eye».
Der Prototyp dieser digitalen Scheibe entstand in Zusammenarbeit mit dem ZKM Karlsruhe, damit neuen Tänzern seiner Kompanie der Einstieg in die weltweit einzigartige Arbeitsweise und der Anschluss an die besondere Qualität seines Ensembles erleichtert wird.
Über zwanzig Jahre lang hat Forsythe seine originäre, an Laban und Balanchine gleichermaßen geschulte Sprache des Tanzes gemeinsam mit den Tänzern entfaltet und variiert. Wie kein zweiter steht Forsythe für die Weiterentwicklung der kodifizierten klassischen Ballett-Technik und deren raumgreifende Analyse und Neusynthese. Aus welchen Ideen und Prinzipien die daraus hervorgehenden Verwinkelungen und Verschachtelungen seiner Bewegungssequenzen entstehen, begreift man nahezu kinderleicht angesichts der kurzen «Lectures», die der Choreograf auf dem Nachfolger des Prototypen erteilt, einer jetzt auch im Handel erhältlichen CD-ROM, die mit Unterstützung des Tanzarchivs Köln entstand ...
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Sie schlägt den Menschen mit Blindheit, lähmt und beflügelt ihn, ist Höllen- und Himmelsmacht. Die gute alte, ewig junge Liebe. Die Kölner Choreografin Stephanie Thiersch fühlt sich derzeit reif für die Liebe, macht aber schon im Titel ihres im tanzhaus nrw Düsseldorf uraufgeführten Stücks klar, dass ihre Kompanie mouvoir vor Liebe nicht sonderlich sehend wurde:...
Zwei nichtssagende Männer vor kahlen Wänden der Probebühne in statischem Licht und lastender Stille. Sie stehen unbeteiligt herum, setzen sich auf ein Päuschen. Etwas erholt, flaniert das sich genügende Duo auch mal quer durch den Raum. Oder präsentiert sich zurückhaltend narzisstisch mit offenem Hemd, dem Muskel-Spiel von Bauch und Rücken, den Blicken der...
Bei aller tänzerischer Professionalität ist eins besonders schade: Die «Copy Coppelia» ist kein bisschen unheimlich. Dabei kopiert sie nicht nur die klassische «Coppelia» nicht; sie verschenkt die Gelegenheit, quasi direkt aus der Quelle zu schöpfen. E. T. A. Hoffmanns «Sandmann», die Vorlage beider Ballette, ist seit Freud Ausdruck des Unheimlichen schlechthin....
