Forsythe, Portner, Béjart «Waves & Circles»
Emma Portner ist gerade mal 31 Jahre alt, hat schon internationale Lorbeeren eingeheimst und kurz vor Weihnachten 2025 den ersten Abdruck im deutschen Theatersystem hinterlassen. Beobachter*innen berichten, dass die junge Kanadierin superprofessionell präpariert bei den Proben aufschlug, sehr genau wusste, was sie vom Bayerischen Staatsballett wollte – ohne den Tänzer*innen apodiktisch zu kommen. Entsprechend entspannt saß Ms.
Portner zur Premiere in der Proszeniumsloge und applaudierte den Werken der beiden Kollegen, die ihre eigene Kreation «Megahertz» im Rahmen des Dreiteilers «Waves & Circles» flankierten: William Forsythes «Blake Works I» und Maurice Béjarts «Boléro». Von keinem Geringeren als Osiel Gouneo getanzt, strahlt diese Ikone des 20. Jahrhunderts heller als jeder Komet – schlicht hinreißend.
Wovon sich das Münchner Publikum neuerlich überzeugen kann, wenn die Triple Bill zur Ballettfestwoche über die Bühne des Nationaltheaters geht. Schon der Auftakt mit Forsythes lockerlässigen Etüden, die sich dem Vibe der Songs von James Blake anverwandeln, schraubt die Spannungskurve hoch. Im Prinzip ist das 2016 in Paris entwickelte Format eine Lecture in Sachen klassischer ...
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Tanz April 2026
Rubrik: Kalender, Seite 44
von Dorion Weickmann
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