Finger in der Wunde
«Figures in Extinction» war von Anfang an als Trilogie angelegt. Gleichzeitig ist es Ihre erste gemeinsame Arbeit. Wie kam es dazu?
Crystal Pite: Tatsächlich ist die ursprüngliche Idee schon vor vielen Jahren entstanden, als Anders Hellström noch das Nederlands Dans Theater – also NDT – leitete und eine Kollaboration mit Simon vorschlug. Zufälligerweise hatten Judith Dimant und Poppy Keeling, seinerzeit Produzentinnen in Simons Kompanie Complicité, die gleiche Idee und traten mit mir in Kontakt.
Zum ersten Mal getroffen habe ich Simon 2016, als Complicité und das NDT zufällig zeitgleich in New York City auftraten. Ich stahl mich aus einer unserer Vorstellungen und sah Simon in «The Encounter» – das war wirklich überwältigend, ein Erlebnis von der Sorte, die einen nachhaltig verändert. Die Aussicht auf eine Zusammenarbeit mit ihm hat mich da natürlich total gereizt.
Simon McBurney: Und ich habe mir eine Probe und eine Vorstellung von «The Statement» angesehen und war gebannt – insbesondere von der außergewöhnlichen, sinnsteigernden Verbindung zwischen Körper und Wort. Ja, und seitdem sind wir in Kontakt.
Pite: Wir beschlossen, ein abendfüllendes Stück zu machen, aber in drei Teile ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Juli 2025
Rubrik: Produktionen, Seite 12
von Sanjoy Roy
steven mcrae
Sein roter Haarschopf leuchtete bis in die obersten Ränge von Covent Garden – genau wie seine Performance am Royal Ballet London. Bis die Achillessehne des Principal Dancer mitten in einer «Manon»-Vorstellung riss
tanz im august
Das Festival «Tanz im August» verrät im Titel schon alles, was vom 13. bis 30. August in Berlin zu sehen ist. Und...
«What if Women Ruled the World?» heißt das interaktive partizipatorische Projekt, das Judy Chicago, US-amerikanische Pionierin der Feministischen Kunst, zusammen mit der russischen Künstlerin und Aktivistin Nadya Tolokonnikova, Gründungsmitglied von Pussy Riot, 2020 ins Leben gerufen hat. Das Titel-Banner bildet den Endpunkt der Ausstellung «Revelations», die mit...
Choreograf*innen kommen und gehen, wenige erfreuen sich dauerhaften Zuspruchs. Virginie Brunelle ist eine Choreografin, die seit ihrem Durchbruch die Grenzen des zeitgenössischen Tanzes beharrlich neu definiert – und dabei die Aufmerksamkeit genießt, auf die viele Künstler*innen versessen sind. Ihrem Wunsch, das Publikum mit oftmals narrativen Stücken und Bildern...
