Finger in der Wunde

Die Choreografin Crystal Pite und der Autor Simon McBurney über ihre Trilogie «Figures in Extinction»

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«Figures in Extinction» war von Anfang an als Trilogie angelegt. Gleichzeitig ist es Ihre erste gemeinsame Arbeit. Wie kam es dazu?
Crystal Pite:
 Tatsächlich ist die ursprüngliche Idee schon vor vielen Jahren entstanden, als Anders Hellström noch das Nederlands Dans Theater – also NDT – leitete und eine Kollaboration mit Simon vorschlug. Zufälligerweise hatten Judith Dimant und Poppy Keeling, seinerzeit Produzentinnen in Simons Kompanie Complicité, die gleiche Idee und traten mit mir in Kontakt.

Zum ersten Mal getroffen habe ich Simon 2016, als Complicité und das NDT zufällig zeitgleich in New York City auftraten. Ich stahl mich aus einer unserer Vorstellungen und sah Simon in «The Encounter» – das war wirklich überwältigend, ein Erlebnis von der Sorte, die einen nachhaltig verändert. Die Aussicht auf eine Zusammenarbeit mit ihm hat mich da natürlich total gereizt.
Simon McBurney: Und ich habe mir eine Probe und eine Vorstellung von «The Statement» angesehen und war gebannt – insbesondere von der außergewöhnlichen, sinnsteigernden Verbindung zwischen Körper und Wort. Ja, und seitdem sind wir in Kontakt.
Pite: Wir beschlossen, ein abendfüllendes Stück zu machen, aber in drei Teile ...

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Tanz Juli 2025
Rubrik: Produktionen, Seite 12
von Sanjoy Roy

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