Feierabend!
PRO
Diesmal wird alles anders! Das Theater soll wieder werden, was es mal war! Schluss mit dem Vormachen. Feste feiern! Solche Ankündigung samt erahnter Aufforderung zum Tanz ließ die Skeptikerin erschaudern. Dann blickt mir eine Plastikmäusemaske ins Gesicht und fragt, ob ich Mut habe. «Ja», lautet die mündliche Vereinbarung; die visuelle folgt: Jeder Besucher sucht sich im Foyer, bei Geplauder und erstem Trunk, eine Plastikmaske aus, darf Versteck mit seiner Identität spielen. Muss aber nicht. Unter der Tierschnauze verfliegt mir der Ärger des Tages.
Diese falschen Gesichter machen uns zu einer Gemeinschaft. Sie sortieren Artgenossen: Affen, Mäuse, Löwen, Wölfe. Wildfremde Leute lächeln einander zu. Helena Waldmann, Leithammelin der Gastgeber, hält eine kurze programmatische Ansprache. Dann dürfen wir rein ins Theater. Mitmachen.
Das Entrée ist ausgeklügelt. Das Performerteam hat alles wiederholt an lebenden Subjekten ausprobiert, immer wieder verändert, unterstützt von den Dramaturginnen Rosi Ulrich und Célestine Hennermann. Der Ablauf ist geplant, die Musiken, die «Event»-Einlagen, gesteuert werden emotionale Dynamiken – wie bei einem Fest. Wie beim Theater. Das ist ...
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Minako Seki, a 3rd generation Butoh dancer from Nagasaki, Japan, danced in Tokyo with Dance Love Machine and came to Berlin in 1986 on invitation of the Künstlerhaus Bethanien. She stayed and in 1987 co-founded tatoeba – Theatre Danse Grotesque, the first Japanese-German Butoh-Ensemble. Since then she has created 55 productions as dancer, choreographer and...
Wer Feste und anderweitige dionysische Räusche bis dato als eine Art Kurzurlaub vom (Arbeits-)Alltag verstanden hat, kennt den Partyservice von God’s Entertainment noch nicht. Die junge Wiener Performance-Truppe hat sich in der Sparte «Angewandte Sozialkritik» – mit dem Stilmittel aktiver Publikumsbeteiligung – einen Namen gemacht und zeigt, was man sich konkret...
