Pilar López
Pilar López trat im «Kursaal» auf, im «Principal» oder im «Príncipe Alfonso». Allesamt vornehme Lokale, vornehmer zumindest als die verkommenen Cafés Cantantes, die dem Flamenco so lange eine zweifelhafte Bühne geboten hatten. Schlichtes, derbes Kabarett hatte es dort gegeben, aber nun, zu Beginn der 1920er Jahre, zog der Flamenco in ein gediegeneres Ambiente. Zaghaft und unter Berufung auf Paris, wo der Flamenco längst schon in Mode war, entschloss sich auch das spanische Bürgertum, an der Musik aus dem Süden des Landes Gefallen zu finden.
So entdeckte die feine Gesellschaft Pilar López, die junge Tänzerin, die schon im Alter von fünfzehn ihre professionelle Karriere begann, die sie im Handumdrehen ganz nach oben führte, die auch eine klassische Musikausbildung genossen hatte, Klavier spielen konnte und den rauen Klang des Flamencos etwas abschliff, ihn weicher, gefälliger machte.
«Kursaal» und «Príncipe Alfonso»: Es braucht solche Namen, um sich klar zu machen, welche im Wortsinn Jahrhundertfigur der Flamenco verloren hat. Pilar López, geboren 1912, wuchs in eine nicht nur für den Flamenco schwierige Zeit hinein. Mitte zwanzig ist sie, als General Franco das Land in einen ...
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