Fashionable

Mode im Zeitalter der Performance

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Eines wurde deutlich auf der Pariser Men’s Fashion Week Herbst/Winter 2026/27: Performance ist kein schmückendes Beiwerk von Mode-Events mehr, sondern deren Strukturelement. Die Shows, von denen etliche auf YouTube konserviert sind, stützten sich ganz wesentlich auf Choreografie, Musik und Timing und fanden darüber hinaus häufig an kulturellen Veranstaltungsorten statt, wo das Publikum längst mit kunstsinnigem Hinschauen und Zuhören vertraut ist.

Louis Vuitton präsentierte sich in einem spektakulären transparenten Haus, musikalisch unter anderem von einem Gospelchor begleitet, der zu Hip-Hop-Sounds klatschte: kontrollierte Eleganz. Jeanne Friot nahm mit Maud Le Pladec und dem Ballet de Lorraine das Théâtre du Rond-Point in Beschlag, wo Hebungen, Formationen und intime lesbische Umarmungen den aktivistischen Silhouetten der französischen Modeschöpferin Kontur verliehen. In der Opéra Bastille kreierte Nathalie Béasse für Lemaire bewegte Tableaus hinter einem blaugrauen Vorhang. Julie Anne Stanzak vom Tanztheater Wuppertal Pina Bausch zog wie ein Geist vorüber und vollführte Pirouetten, während sie ihre Blockabsätze umfasste. Und Willy Chavarria schließlich gab sich «cinematic»: Der ...

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Tanz März 2026
Rubrik: Bewegung, Seite 4
von Nicolas Vamvouklis

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