Existenzfragen

Tanz auf hohem Niveau gelingt am Pfalztheater Kaiserslautern. Das beweisen Uraufführungen von Helge Letonja und Daniel Proietto

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Gleich zwei Uraufführungen international renommierter Choreografen hat das Pfalztheater Kaiserslautern im Frühjahr vorgestellt: «The Pulse of the Stone» von Helge Letonja, titelgebender Teil eines Doppelabends, und Daniel Proiettos «The Greatest Conspiracy». In Letonjas «The Pulse of the Stone» zeigt die Bühne, die der Österreicher auch selbst verantwortet, in mystisch-fahlem Licht einen großen, hellgrau glitzernden Monolithen, um den sich eine Gruppe von Menschen drängt; monoton und leise prasseln dazu Regentropfen nieder.

Für die Choreografie hat der Komponist Volker Klein aus Bremen eine Musik geschaffen, die er von Steinen abgenommen hat: Jemand schlägt auf einen Stein, oder zwei Steine reiben gegeneinander. Diese Klänge werden mit einem Mikrofon aufgenommen, jeder Stein hat einen Ton. Unterschiedliche Tonalitäten kommen so zustande, die Klänge werden elektronisch verfremdet und wie ein Instrument in die Komposition eingewebt. Es entsteht eine Kombination aus linearen Verbindungen und horizontaler Schichtung.

Seele des Steins
Im Rhythmus dieser Klänge entfaltet sich eine Zeremonie, ein Ritual, das spontan an Igor Strawinskys «Sacre du printemps» denken lässt. Körper reagieren ...

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Tanz 2025
Rubrik: Produktionen, Seite 12
von Konstanze Führlbeck

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