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Was Alessandra Ferri für das Wiener Staatsballett plant

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Einen deutlich anderen Kurs als der Vorgänger am Wiener Staatsballett wird dessen neue Leiterin Alessandra Ferri einschlagen, deren erste Saison kommenden September beginnt. Vor allem wird die Nachfolgerin von Martin Schläpfer, der 2020 Manuel Legris ablöste, keine eigenen Werke auf die Bühne bringen. Im Gegensatz dazu wurde die auf zwei Häuser – Staatsoper und Volksoper – verteilte Kompanie mit ihren 101 Tänzerinnen und Tänzern unter dem gebürtigen Schweizer nach einem künstlerorientierten Modell geführt.

Dieses hatte zwar bereits unter Renato Zanella (1995 – 2005) geschwächelt, aber Staatsoperndirektor Bogdan Roščić wollte es trotzdem wieder einmal testen.

Frischer Wind und scharfe Zugluft
Doch bald stellte sich heraus, dass es der sehr spezifischen Realität des Balletts in Wien heute noch weniger entspricht. Das Möglichkeitsspektrum der Kompanie ist einfach zu schmal, um einem leitenden Choreografen genügend künstlerischen Raum zu geben, zugleich ein klassisches Repertoire zu pflegen, modernes respektive zeitgenössisches Ballett zu positionieren und noch dazu opernspezifische Extra-Aufgaben an beiden Häusern zu bewältigen. Zudem hatte Martin Schläpfer es sich durch seine ...

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Tanz 2025
Rubrik: Produktionen, Seite 20
von Helmut Ploebst

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