Éric Oberdorff: Etre
Éric Oberdorff ist noch immer ein Geheimtipp. Dabei läuft im Theater Hagen schon seit Wochen sein Stück «Libre» aus dem Jahr 2008, schon 2001 gewann er mit «Impression lumières fugitives» den 1. Preis beim Int. Wettbewerb für Choreografen in Hannover. Aber weil er in Nizza lebt und nicht in Paris, weil er in Gießen choreografiert – allerdings auch in Mainz zu sehen war – tragen Oberdorff und seine 2002 gegründete Compagnie Humaine etwas schwer an der Last, dass die Tanzwelt immerzu meint, die Provinz meiden zu müssen.
Nun am Grand Théâtre de Genève, dem großen Fördertheater für solch hartnäckige Fälle, bringt er zusammen mit seinem alten Chef in Monte Carlo, Jean-Christophe Maillot, ein Doppelprogramm ans Haus: Maillot studiert mit dem Ballet du Grand Théâtre de Genève sein «Dov’è la luna» ein, Oberdorff seine Kreation «Être» zu Musik von Vivaldi: neoklassisch, roh, skulptural.
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