Ensemblereife
Anruf bei Tarek Assam, Sprecher der Bundesdeutschen Ballett- und Tanztheaterdirektoren Konferenz: «Wir wüssten gerne, was Sie und Ihre Kollegen und Kolleginnen von Berufsanfängern erwarten?» Der Choreograf leitet die zeitgenössische Tanzcompagnie am Stadttheater Gießen und fragt in die Runde, und so gesellen sich zum Zoom-Meeting zwei weitere Herren dazu: Honne Dohrmann, Direktor von tanzmainz, und Steffen Fuchs, Ballettdirektor in Koblenz.
Welche Qualitäten müssen angehende Tänzer und Tänzerinnen mitbringen, um bei Ihnen ein Engagement zu kriegen?
Fuchs: Solide Technik, das ist die Basis. Ich muss als Choreograf relativ schnell Interesse an dem Menschen entwickeln, der vor mir steht. Außerdem ist wichtig für mich: Wie ist die Interaktion mit der Kompanie, wie schnell lernt jemand die Choreografie? Was ich oft vermisse, ist eine Ahnung von dem, was wir sind und tun – dass jemand einfach ein paar Trailer angeschaut und sich gezielt vorbereitet hat.
Woran liegt das?
Fuchs: Daran, dass Absolventen aus deutschen Ausbildungsinstituten oft erst zu uns kommen, wenn das Bayerische Staatsballett oder das Nederlands Dans Theater sie nicht nehmen. Alles in allem ist dasNiveau, was ...
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Tanz August/September 2020
Rubrik: Ausbildung, Seite 40
von Dorion Weickmann
Luca Masala, Sie sind Künstlerischer Direktor der Académie Princesse Grace in Monte-Carlo. Welchen Blick werfen Sie heute auf die Ausbildung junger Tänzer? Selbstständiges Lernen ist auch für die Eleven unserer Schule und für andere vergleichbare Einrichtungen möglich! Der Lockdown aufgrund von Covid-19 hat auch unsere Gewohnheiten durcheinandergewirbelt. Und hat...
Brüssel: Kunstenfestivaldesarts
Nicht alles, was im Mai ausfallen musste, wird die fünftägige September-Ausgabe nachholen. Sieben Kunstprojekte widmen sich in «Every Inside Has an Outside» zunächst dem Brüsseler Ortsteil Schaerbeek. Die brasilianische Choreografin Alice Ripoll setzt Les Halles de Schaerbeek unter Wasser und der Künstler Wang Bing baut dort seine...
Jan Martens beginnt sein Solo «lostmovements», das er in Zusammenarbeit mit seinem Kollegen Marc Vanrunxt kreiert hat, mit einer Aufzählung von Choreografennamen. Sein feierlicher Ton verrät, dass sie ihm viel bedeuten. Enden lässt er das Stück mit einer ebenso langen Aufzählung von Namen homosexueller Künstlerinnen und Künstler. Auf diese Weise bekräftigt Martens...
