Ensemblereife

Was müssen angehende Tänzer und Tänzerinnen mitbringen, wenn sie auf Jobsuche gehen? Drei Kompaniechefs formulieren ihre Erwartungen. Von Dorion Weickmann

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Anruf bei Tarek Assam, Sprecher der Bundesdeutschen Ballett- und Tanztheaterdirektoren Konferenz: «Wir wüssten gerne, was Sie und Ihre Kollegen und Kolleginnen von Berufsanfängern erwarten?» Der Choreograf leitet die zeitgenössische Tanzcompagnie am Stadttheater Gießen und fragt in die Runde, und so gesellen sich zum Zoom-Meeting zwei weitere Herren dazu: Honne Dohrmann, Direktor von tanzmainz, und Steffen Fuchs, Ballettdirektor in Koblenz.

Welche Qualitäten müssen angehende Tänzer und Tänzerinnen mitbringen, um bei Ihnen ein Engagement zu kriegen?

Fuchs: Solide Technik, das ist die Basis. Ich muss als Choreograf relativ schnell Interesse an dem Menschen entwickeln, der vor mir steht. Außerdem ist wichtig für mich: Wie ist die Interaktion mit der Kompanie, wie schnell lernt jemand die Choreografie? Was ich oft vermisse, ist eine Ahnung von dem, was wir sind und tun – dass jemand einfach ein paar Trailer angeschaut und sich gezielt vorbereitet hat.

Woran liegt das?

Fuchs: Daran, dass Absolventen aus deutschen Ausbildungsinstituten oft erst zu uns kommen, wenn das Bayerische Staatsballett oder das Nederlands Dans Theater sie nicht nehmen. Alles in allem ist das­Niveau, was ...

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Tanz August/September 2020
Rubrik: Ausbildung, Seite 40
von Dorion Weickmann

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