Emanuel Gat
Aus der Traum. Anstatt in Kiryat Gat die Lagerhalle einer verlassenen Halbleiterfabrik umzubauen, hat Emanuel Gat Israel wieder verlassen. Sein ambitioniertes Tanzhaus-Projekt im Süden von Tel Aviv ist nach drei Jahren hoffnungsvoller Vorarbeit an mangelnder Finanzierung gescheitert. Enttäuscht? Aufgeweckt: «Allein zu träumen, hat keinen Sinn. Ich bin ja eher ein Macher.» Aber Choreograf und nicht Dachdecker. Also auf zu anderen, schon fertigen Dächern. Ergebnisorientiert, ist Gat einer Einladung nach Südfrankreich gefolgt. Dort versteht man Tanz längst als Wirtschaftsfaktor.
Die neue Heimat der Emanuel Gat Company heißt Istres, liegt zwischen Arles, Aix und Marseille in der West-Provence. Die Maison de la Danse dort stand bereits, aber gerade leer und ab Anfang Oktober Emanuel Gat für zunächst drei Jahre zur Verfügung. Und Kiryat Gat? «Die Zeit war nicht reif, aber sie wird kommen», wenn jemand anderer sich bereit erklärt, Luftschlösser zu bauen.
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