Elegant
Eigentlich war die Premiere für 2021 vorgesehen, doch die Arbeit am Stück wurde von der Pandemie unterbrochen. Jetzt aber ist Kenneth Kvarnström endlich zurück am Göteborger Opernhaus. Gemeinsam mit GöteborgsOperans Danskompani und der norwegischen Musikerin Ane Brun hat er dort seine neue Kreation «12 Songs» fertiggestellt. Seit den 1990er-Jahren zählt Kvarnström zu den Fixsternen der nordischen Tanzszene und feiert darüber hinaus auch international Erfolge.
Noch dazu pendelt er gewohnheitsmäßig zwischen zwei Staaten: In Finnland hat er als Künstlerischer Leiter der Helsinki City Theatre Dance Company, als Hauschoreograf der Helsinki Dance Company und als Professor of the Arts gewirkt, im schwedischen Stockholm als Leiter des Dansens Hus und als Tanzdirektor am Kulturhuset Stadsteatern. Vorrangig jedoch kennt man Kvarnström als freischaffenden Choreografen und Leiter seiner eigenen, 1987 gegründeten Kompanie K. Kvarnström & Co.
Über die Jahrzehnte ist Kvarnström der Bewegungskunst treu geblieben und hat einen Stil geprägt, den er selbst «dance dance» nennt, will sagen: Tanz und Choreografie, bei denen Körper und Bewegung dezidiert im Mittelpunkt stehen. Davon ist er auch nicht ...
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Tanz März 2023
Rubrik: Produktionen, Seite 8
von Lis Hellström Sveningson
Als Michelle Willems vor fünf Jahren Daniel Mulligan im Opernhaus Zürich auf offener Bühne eine langte, wussten wir, dass hier eine selbstbewusste Tänzerin herangewachsen war. Selbstredend war das alles Spiel, nämlich Christian Spucks «Nussknacker und Mausekönig» (tanz 12/17). Michelle Willems tanzte die Marie und Daniel Mulligan den Bruder Fritz. Und der nervte....
Vertrautes klassisches Schrittmaterial auf unvertraute Weise zeitgemäß verpackt: Nichts weniger bietet dieses einstündige, filmisch erweiterte Doppelprogramm mit Tanzkreationen von Pam Tanowitz am Royal Ballet London. Den Anfang im Linbury Theatre macht «Secret Things», choreografiert zu Klängen der Komponistin Anna Clyne, deren Streichquartett «Breathing Statues»...
An «Schwanensee» kommt man als Choreograf nur schwer vorbei. Auch Olaf Schmidt hat den Klassiker schon zweimal auf die Bühne gebracht, 2000 in Karlsruhe, 2008 in Regensburg. Weswegen jetzt ein neuer Blick auf den kanonischen Stoff her muss: In Lüneburg koppelt Schmidt «Schwanensee» mit Dostojewskis Roman «Der Idiot». Wobei: Was heißt «koppelt»? Auf den ersten Blick...
