El Contrabando: «On_Line_»
Mensch und Maschine: welch eine Beziehung in der Kiste. Technik ist ja nicht unsinnlich. Das ist der Reiz. Es treten auf: drei Damen in Schwarz, Hosen und armfreie Oberteile, Ohrgehänge, die Haare streng zurückgesteckt. Es stehen bereit: vier Waschmaschinen, ebenfalls in Schwarz. Vorn zwei nebeneinander, weiter hinten je eine. Über Leitern betreten die Damen die Maschinen. Holzbretter liegen obenauf. Die Schuhsohlen streicheln die Geräte; synchron kreisen sie mal rechts, mal links. Unter ihnen rotiert es. Man blickt den Maschinen ins helle, wässrige Auge.
Eine Kamera filmt hinein und wirft auf die Bühnenrückwand etwas Verschwommenes in grünlichem Licht, wie vom Ultraschall.
Rhythmus tönt aus dem Off, maschinenhaft spratzelnd und klackernd. Abdullah Benabdallahs Kreation nennt sich Electroflamenco und klingt auch so. Die Damen werfen sich in Pose, ein Arm überm Kopf, einer an der Seite gewinkelt. Sie machen kleine Schritte auf der Stelle, richten die unergründlichen Gesichter zackig in vier Himmelsrichtungen. Drei gestreckte Arme beschreiben gebieterisch waagerechte Bögen. Dann klatschen Hände, Schuhsohlen klappern. Das Repetitive des Flamenco verschwimmt mit dem Gesprudel im ...
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